Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit bzw. Morbus Parkinson (weitere Synonyme: Idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS), Parkinsonsche Krankheit, ältere Bezeichnung: Paralysis agitans = Schüttellähmung oder Zitterlähmung) ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie zählt zu den degenerativen Erkrankungen des Extrapyramidalmotorischen Systems.

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Ursachen

Funktionelle Ebene: Dopaminmangel

Der Morbus Parkinson ist eine degenerative Erkrankung des Extrapyramidalmotorischen Systems (EPS) bzw. der Basalganglien. Dabei kommt es zu einem Absterben von Nervenzellen in der pars compacta der Substantia nigra (auch Nucleus niger, „schwarzer Kern“), die Dopamin herstellen und durch ihre Axone in das Putamen transportieren.

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Symptome

Die Erkrankung beginnt schleichend und schreitet danach zeitlebens fort, die Symptome werden im Verlauf stärker und daher auch besser erkennbar. Das IPS beginnt typischerweise einseitig (und bleibt im Verlauf einseitig stärker); als Frühzeichen gilt z. B. das reduzierte und später fehlende Mitschwingen eines Armes beim Laufen.

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Diagnostik

Die Tatsache, dass die Symptomatik der Parkinson-Krankheit durch L-Dopa positiv beeinflussbar ist (siehe Abschnitt Behandlung), lässt sich diagnostisch nutzen. Beim sog. L-Dopa-Test wird die Schwere der Symptomatik mittels eines standardisierten Tests festgehalten (meist der motorische Teil III der Unified Parkinson’s Disease Rating Scale, UPDRS).

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Medikamentöse Behandlung

Es gibt heute noch keine Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung des Parkinson-Syndroms, die in einem Verhindern oder zumindest einem Aufhalten der fortschreitenden Degeneration der Nervenzellen des nigrostriatalen Systems bestünde.

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Implantation fetalen Hirngewebes

Die Implantation embryonaler Stammzellen in das Gehirn konnte zwar Ratten vom Parkinson-Tremor befreien, führte jedoch 2002 bei fünf von 19 Versuchstieren der Harvard Medical School zur Entwicklung unheilbarer Teratome. Der Forschungsansatz wird deshalb kaum noch weiterverfolgt.

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Komplementäre Behandlungsverfahren

Ausreichende Bewegung ist wichtig, um die für das Parkinson-Syndrom typische allmähliche Verminderung der Mobilität so lange wie möglich hinauszuzögern. Bei fortgeschrittener Krankheit ist dafür eine speziell darauf ausgerichtete regelmäßige Krankengymnastik nötig.

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Alternativmedizinische Behandlungsmethoden

Etwa 40–60% der Parkinson-Patienten nehmen – meist zusätzlich zur medikamentösen Therapie – alternativmedizinische Therapien in Anspruch. Unter diesen werden Entspannungs-, Meditations-, Atem- und Bewegungsübungen wie beispielsweise Taijiquan, Qigong, Yoga sowie Akupunktur und Massagen häufig angewendet.

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Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit bzw. Morbus Parkinson ist eine chronische, langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Beim Morbus Parkinson kommt es zum Absterben von ...

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Blut-Hirn-Schranke

Die Blut-Hirn-Schranke ist eine chemisch-molekulare Barriere, die zwischen Blutgefäßen und dem Gewebe des Gehirns und Rückenmarks ...

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L-Dopa

L-Dopa ist die Abkürzung für Levodopa (siehe ...

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idiopathisch (idiopathischer Parkinson)

Aus einem nicht näher bekannten Grund ist es in der ärztlichen Heilkunst üblich, auch für einfachste Begriffe eigene Bezeichnungen zu ...

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Substantia nigra

Die Substantia nigra (deutsch = schwarze Substanz) ist ein im Mittelhirn gelegener Teil des Gehirns, der (unter dem Mikroskop) durch ...

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Levodopa

Levodopa ist eine Vorstufe des körpereigenen Botenstoffs Dopamin, an dem es beim Morbus Parkinson mangelt. Levodopa wird auch als Parkinson-Medikament ...

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Rigor

Rigor bedeutet Muskelsteifigkeit. Der Begriff wird von Medizinern vor allem im Zusammenhang mit Morbus Parkinson benutzt, bei dem Rigor eines ...

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Tremor

Tremor ist der Fachbegriff für Zittern. Der Begriff wird von Medizinern vor allem bei einem Zittern der Gliedmaßen ...

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Akinese

Akinese ist der Fachbegriff für Bewegungsarmut bzw. ...

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Hypokinese

Hypokinese ist der Fachbegriff für eine Verlangsamung der Bewegung (Hypo = weniger ; Kinese = ...

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Mikrographie

Mikrographie (v. griech. micro „klein“, grafí „Schrift“ ) ist ein Symptom, das die krankhafte Verkleinerung der Schrift ...

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Zahnradphänomen

Das Zahnradphänomen bezeichnet ein klinisches Zeichen, das bei verschiedenen extrapyramidalen Erkrankungen, insbesondere den Parkinson-Syndromen vorkommen kann. Es tritt im Rahmen ...

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Kamptokormie

Unter Kamptokormie (auch latinisiert Camptocormia, von gr. kampto = beuge, kormos = Rumpf) versteht man eine unwillkürliche aktive Beugung des ...

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Extrapyramidalmotorische System

Das Extrapyramidalmotorische System (EPS) ist ein neuroanatomisches und -physiologisches Konzept, in dem sich alle Steuerungsvorgänge der Bewegung (Motorik) wiederfinden, die ...

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