Warum behandelt man den Morbus Parkinson mit Levodopa, und nicht direkt mit Dopamin?

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Ursächlich für die Parkinson-Beschwerden ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Da liegt es nahe, die Parkinsonsche Erkrankung einfach durch die äußere Zufuhr des Botenstoffs zu behandeln. Aber das wird nicht gemacht – obwohl man Dopamin technisch durchaus als Medikament herstellen kann.

Der Grund: Fertiges Dopamin gelangt, wenn man es von außen dem Körper zuführt, nicht ins Gehirn. Weder in Tablettenform, noch wenn man es spritzt. Verhindert wird dies durch die sogenannte Blut-Hirn-Schranke. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine chemisch-molekulare Barriere, die zwischen Blutgefäßen und dem Gewebe des Gehirns und Rückenmarks existiert. Mit der Blut-Hirn-Schranke verhindert der Körper, dass ungebetene Gäste (z.B. Giftstoffe) in diese sensiblen Areale gelangen. Es ist eine Art Filtersystem, das nur bestimmte Substanzen durchdringen können.

 

Dopamin würde das Gehirn nicht erreichen

Dopamin kann das nicht. Es handelt sich zwar um einen wichtigen Botenstoff im Gehirn, aber von außen kann er nicht hineingelangen – er wird stattdessen vor Ort hergestellt. Und zwar aus Levodopa, womit sich der Kreis schließt. Zusammengefasst: Levodopa ist eine chemische Vorstufe von Dopamin, wird im Körper hergestellt, gelangt durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn und wird dort dann zu Dopamin umgewandelt.

Für die Behandlung des Morbus Parkinson bedeutet das: Man muss Levodopa verabreichen, und nicht Dopamin. Und genau deshalb ist Levodopa das Basismedikament bei Morbus Parkinson.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 



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