Parkinson: Wie das Zittern entsteht

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Die meisten Menschen verbinden mit dem Morbus Parkinson das Zittern der Hände. Zwar ist das gar nicht das einzige markante Symptom, es gab der Erkrankung aber ihren volksmundlichen Namen (Schüttellähmung). Nun haben Freiburger Wissenschaftler einen weiteren Mechanismus entdeckt, wie das Zittern und die anderen Bewegungsstörungen entstehen.

Um das zu erklären, müssen wir einen kleinen Schlenker machen. Bei der Parkinson-Erkrankung fehlt es an Dopamin. Die Nevenzellen, die diesen Botenstoff produzieren, sind geschädigt und sterben ab. Diese Dopamin-produzierenden Zellen befinden sich vor allem in den sogenannten Basalganglien. Das sind Bezirke im Hirnkern, zu denen unter anderem die Substantia nigra gehört.

 

Hirnkerne in Schwingung

Die Forscher der Universität Freiburg haben nun zeigen können, dass Basalganglien bei Parkinson-Kranken durch ein anderes Hirnzentrum - das sogenannte Striatum - in krankhafte Schwingungen versetzt werden. Während bei Gesunden eine ausgewogene Aktivität in den Hirnkernen besteht, kommt es beim Morbus Parkinson zu unnatürlichen Schwankungen. Und genau diese Schwankungen scheinen die Basalganglien und damit die Dopamin-Produktion und damit die Bewegungskoordination durcheinanderzubringen.

Die "tiefe Hirnstimulation", ein spezielles Therapieverfahren, soll diese Balance angeblich wieder herstellen.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 04.11.2011
Quelle: Front. Syst. Neurosci. 5:86. doi: 10.3389/fnsys.2011.00086

 

 



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