Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Morbus Parkinson. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Auf welche Weise wirkt Levopar® gegen Parkinson?
Levopar® enthält die beiden Wirkstoffe Levodopa (L-Dopa) und Benserazid. Levodopa ist eine Vorstufe des körpereigenen Dopamins, an dem es ja bei Parkinson maßgeblich mangelt, und eine Art Basismedikament in der Parkinson-Therapie. Benserazid ist ein sogenannter Decarboxylase-Hemmer und unterstützt die Wirkung von Levodopa.
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Welche Nebenwirkungen können unter Ropinirol auftreten?
Wie bei allen Parkinson-Mitteln kann es auch unter Ropinirol zu Nebenwirkungen kommen. Die müssen nicht unbedingt auftreten, aber sie können auftreten, und es ist wichtig, davon zu wissen.
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Wann darf man Ropinirol nicht einnehmen?
Es gibt eine ganze Reihe an Situationen, in denen man Medikamente mit dem Wirkstoff Ropinirol (z.B. Adartrel®, Requip®) nicht einnehmen sollte. Oder zumindest nur nach gründlicher Abstimmung mit dem Arzt, der dann auch über evtl. bestehende Begleiterkrankungen Bescheid wissen sollte.
Auf welche Weise wirkt Ropinirol gegen Parkinson?
Ropinirol ist ein sogenannter Dopamin-Agonist. Wie so viele andere Parkinson-Wirkstoffe auch aktiviert Ropinirol also die Dopamin-Rezeptoren im Gehirn und sorgt auf diese Weise zu einem Anstieg des fehlenden Botenstoffs.
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Parkinson: Wie verändert sich die Sprache?
Bei der Parkinson-Erkrankung denken viele an das Zittern der Hände und manche an steife Bewegungen. Aber nur wenige an die Sprache. Dabei sind Schwierigkeiten mit dem Sprechen eines der häufigsten und vor allem belastendsten Symptome bei Morbus Parkinson.
Welche Nebenwirkungen können unter Parkotil® auftreten?
Die wichtigste Nebenwirkung von Parkotil® (Wirkstoff: Pergolid) ist zugleich die am spätesten entdeckte: Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass bei längerer Einnahme von Pergolid krankhafte Veränderungen an den Herzklappen auftreten können. Bei rund 25% aller Anwender tritt dieses ernste Problem auf.
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Wann darf man Parkotil® nicht einnehmen?
Vorsicht geboten ist vor allem bei Bluthochdruck und Herzproblemen. Parkotil® mit dem Wirkstoff Pergolid darf in der Regel nicht eingenommen werden bei:
Auf welche Weise wirkt Parkotil® gegen Parkinson?
Parkotil® enthält den Wirkstoff Pergolid. Und Pergolid ist ein sogenannter Dopamin-Agonist, also ein Medikament, das so ähnlich wirkt wie Dopamin.
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Was für ein Parkinson-Medikament ist Pergolid?
Pergolid (Parkotil®) zählt zu den sogenannten Dopamin-Agonisten. Das heißt, das Medikament ahmt die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Dopamin nach, an dem es bei der Parkinson-Erkrankung fehlt. Es aktiviert dieselben Rezeptoren, über die auch das "echte" Dopamin seine Wirkung im Gehirn entfaltet.
Stimmt es, dass Parkinson-Medikamente zu einer Gewichtszunahme führen können?
Ja. Zumindest bei der Behandlung mit einigen Dopamin-Agonisten kommt es häufiger zu einer Zunahme des Körpergewichts. Außerdem führen diese Medikamente mitunter zu einer Wassereinlagerung im Körper, was ebenfalls zu einer Gewichtszunahme führen kann.
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Was versteht man unter L-Dopa-Spätsyndrom?
L-Dopa ist eines der Basismedikamente gegen die Parkinson-Erkrankung. Während es in den ersten fünf bis zehn Jahren der Anwendung meist zuverlässig wirkt, kann danach ein starker Wirksamkeitsverlust auftreten, der zudem extrem schwanken kann. Das nennt man L-Dopa-Spätsyndrom.
Wie wirken NMDA-Antagonisten gegen Parkinson?
NMDA-Antagonisten nennt man eine Gruppe von Medikamenten, die die Wirkung des Botenstoffes Glutamat hemmen. Dessen Konzentration ist bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung häufig erhöht und wird durch die Einnahme der NMDA-Antagonisten gesenkt.
Beeren essen gegen Parkinson?
Mit Heidelbeeren, Preiselbeeren und Holunderbeeren kann man offenbar seinen Dopamin-Spiegel im Gehirn erhöhen. Das haben Wissenschafter der Universität Regensburg herausgefunden. Und an Dopamin fehlt es bei der Parkinson-Erkrankung. Kann man sich also den Morbus Parkinson mit Beeren wegessen?
Parkinson-Therapie: Was sind COMT-Hemmer?
COMT-Hemmer sind Medikamente, die die Wirkung des Parkinson-Arzneimittels L-Dopa verbessern. Es handelt sich dabei also um eine Art Begleittherapie, die nur in Kombination mit L-Dopa Sinn macht.
Parkinson-Therapie: Was bedeutet "Pumpen-Behandlung"?
Wenn die Einnahme von Tabletten nicht mehr zu einer ausreichenden Wirkung führt, kann man die Medikamente auch über eine Kanüle oder Sonde zuführen, die man dauerhaft am oder im Körper trägt. Das nennt man Pumpenbehandlung, weil eine Pumpe dafür sorgt, dass die Medikamentenzufuhr regelmäßig erfolgt.
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Warum werden Mittel wie Biperiden bei Parkinson heute nur noch selten verschrieben?
Wegen der Nebenwirkungen. Biperiden gehört zu den sogenannten Anticholinergika, den am längsten eingesetzten Parkinson-Mitteln. Diese Medikamente hemmen den Überträgerstoff Acetylcholin, der bei der Parkinson-Erkrankung oft im Übermaß vorliegt (während es am Überträgerstoff Dopamin fehlt).
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Wie unterscheiden sich L-Dopa und Dopamin-Agonisten?
Sowohl L-Dopa als auch die Gruppe der Dopamin-Agonisten (zu deutsch: Dopamin-Nachahmer) sind medikamentöse Wirkstoffe gegen die Parkinson-Erkrankung. Und beide gleichen den Mangel an Dopamin aus, zumindest ist das das Ziel der Behandlung. Soweit zu den Gemeinsamkeiten.
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Worauf sollte man achten, wenn man selbst oder ein Angehöriger mit Parkinson ins Krankenhaus muss?
Auch wenn man es nicht glauben mag, ist sowohl dem Pflegepersonal als auch den Ärzten in Krankenhäusern häufig nicht bekannt, worauf es bei der Parkinson-Therapie ankommt. Insbesondere die Notwendigkeit, die Medikamente in vielen kleinen Dosen einzunehmen (sechs- bis achtmal täglich), wird nicht selten einfach ignoriert und "vereinfacht".
Muss man zur Behandlung der Parkinson-Krankheit ins Krankenhaus?
Das hängt vom individuellen und aktuellen Krankheitszustand ab. Normalerweise ist eine ambulante Behandlung beim niedergelassenen Neurologen ausreichend, wenn die Diagnose eindeutig ist und die Tabletten gut anschlagen.
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Parkinson-Behandlung: Geht es auch ohne Medikamente?
Nein. Nach derzeitiger Einschätzung der Experten gibt es bei der Parkinson-Erkrankung keine Alternative zur medikamentösen Behandlung. Mal abgesehen von operativen, neurochirurgischen Eingriffen in sehr speziellen und sehr fortgeschrittenen Fällen.
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Wann kommt eine Operation zur Behandlung der Parkinson-Krankheit in Frage?
In der Regel muss bei einer Parkinson-Erkrankung nicht operiert werden. Eine mögliche Gehirnoperation, die sogenannte Tiefe Hirnstimulation (THS), wird im allgemeinen nur bei sehr fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom durchgeführt, wenn Medikamente nicht mehr ausreichend wirken und sich die Bewegungsstörungen nicht mehr kontrollieren lassen.
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Lässt sich die Parkinson-Krankheit mit einem Blut-Test nachweisen?
Nein, das ist bis jetzt leider noch nicht möglich. Es gibt zwar vielversprechende Forschungsergebnisse, die auf einen Bluttest in nicht allzu ferner Zukunft hoffen lassen. Aber das ist noch nicht spruchreif und somit für den Augenblick ohne Belang.
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Was meinen Ärzte mit „Parkinson-Plus“?
Dieser etwas zynische Begriff (nicht untypisch für den Mediziner-Jargon) bedeutet, dass bei einer Parkinson-Erkrankung über die "Normalbeschwerden" hinaus spezielle zusätzliche Symptome vorliegen, die nicht zum klassischen Bild des Morbus Parkinson zählen.
Gibt es auch andere Erkrankungen außer Parkinson, bei der man zittert?
Ja, vor allem den sogenannten essentiellen Tremor. Das ist eine erbliche Erkrankung, bei der es ebenfalls zu unstoppbarem Zittern (Tremor = Zittern) kommt. Die Symptomatik beschränkt sich aber auf das Zittern. Bewegungsprobleme und Steifigkeit wie bei der Parkinson-Krankheit treten nicht auf.
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Was hat die Parkinson-Krankheit mit der Multi-System-Atrophie (MSA) zu tun?
Bei beiden Erkrankungen sind die Dopamin-produzierenden Zellen der Substantia nigra geschädigt. Die Substantia nigra ist eine kleine Hirnregion, die in anatomischen Ansichten manchmal schwarz gefärbt erscheint (nigra = schwarz).
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Hat man bei der Parkinson-Erkrankung Schmerzen?
In der Regel nicht. Zumindest nicht in der Frühphase. Wie immer gibt es aber auch hier Ausnahmen. Am ehesten führen die Muskel- und Gelenkverspannungen zu Schmerzen.
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Parkinson: Wie häufig sind eigentlich Begleitsymptome wie Verstopfung oder Demenz?
Eine Parkinson-Erkrankung führt in fortgeschritteneren Stadien häufig auch zu Symptomen, die mit den eigentlichen Bewegungsstörungen nichts zu tun haben. Gleichwohl können diese Begleitsymptome die Lebensqualität mehr belasten als das Zittern oder die Steifigkeit.
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Medikamente, Pumpen und Schrittmacher: Fortschritte und Sackgassen in der Parkinson-Therapie
Über Jahrzehnte gab es praktisch nur eine Therapie-Option bei Morbus Parkinson: mit Medikamenten irgendwie den Dopamin-Mangel ausgleichen und damit die Beschwerden lindern. Nun tun sich zumindest ein paar Alternativen auf, wie auf dem Europäischen Neurologen-Kongress deutlich wurde.
Stimmt es, dass hinter einem Parkinson-Syndrom auch eine andere Hirnerkrankung stecken kann?
Ja. Allerdings ist das selten. Das Parkinson-Syndrom kann nur Teil einer anderen Erkrankung des Gehirns sein, der sogenannten Multi-System-Atrophie (MSA). Bei der MSA sind nicht nur die Dopamin-bildenden Hirnareale, sondern auch das Kleinhirn und das autonome Nervensystem geschädigt.
Kann aufgrund einer Kopfverletzung eine Parkinson-Erkrankung entstehen?
Ja. In seltenen Fällen können schwere Kopfverletzungen Parkinson-Symptome auslösen. Nämlich dann, wenn durch die Verletzung die sogenannten Basalganglien im Gehirn geschädigt wurden und dadurch die Dopamin-Produktion beeinträchtigt ist.
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Ist die Parkinson-Krankheit heilbar?
Das hängt von der Ursache ab. Bei der klassischen und häufigsten Form des Morbus Parkinson mit unbekannter Ursache (primäres oder idopathisches Parkinson-Syndrom) wurde in der Fachliteratur noch kein Heilungserfolg beschrieben. Bei Therapieverfahren, die mit Heilungsversprechen angepriesen werden, ist deshalb Vorsicht, um nicht zu sagen tiefes Misstrauen angebracht.
Stimmt es, dass eine Narkose eine Parkinson-Krankheit auslösen kann?
Unter Patienten geht das Gerücht, schuld an der Parkinson-Krankheit könne eine vorherige Narkose sein. Es wird genährt durch die Beobachtung, dass ein Morbus Parkinson nicht selten unmittelbar nach einer Operation erstmals auftritt. Und dass bei bestehendem Parkinson eine Narkose die Symptomatik stark verschlechtern kann.
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Welche Narkosemittel dürfen bei der Parkinson-Krankheit nicht angewandt werden?
Eine Operation unter Vollnarkose birgt bei Menschen mit Morbus Parkinson gewisse Risiken, vor allem, weil die Narkosemittel die Wirkung der Parkinson-Medikamente durcheinanderwirbeln können. Folgende Narkosemittel muss der Anästhesist meiden, wenn eine Parkinson-Krankheit besteht:
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Parkinson-Erkrankung: Was muss man bei einer Operation und Narkose beachten?
Eine Vollnarkose stellt für den menschlichen Organismus grundsätzlich eine Belastung dar. Für Menschen, die an der Parkinson-Krankheit leiden, gilt das erst recht. Zudem können Sie nicht davon ausgehen, dass die bei Morbus Parkinson zu berücksichtigenden Besonderheiten dem Arzt- und Pflegepersonal komplett vertraut sind – zumindest nicht in einer nicht darauf spezialisierten Klinik.
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Stimmt es, dass die Lust auf Sex bei der Parkinson-Krankheit zunehmen kann?
Ja. Bei Menschen, die an der Parkinson-Krankheit leiden, treten nicht selten sexuelle Probleme auf. Teilweise ist dafür die Erkrankung selbst und teilweise deren medikamentöse Behandlung verantwortlich.
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Löst die Parkinson-Erkrankung eine Spielsucht aus?
Nein, die Parkinson-Krankheit selbst nicht. Aber manche Medikamente, die den Parkinson-Patienten vom Arzt zur Behandlung verschrieben werden, können – wahrscheinlich bei entsprechender Veranlagung – eine Spiel-, Kauf- oder sogar Sexsucht auslösen oder verstärken. Bei den auslösenden Arzneimitteln handelt es sich in erster Linie um bestimmte Dopamin-Agonisten.
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Welche Medikamente können die Parkinson-Krankheit auslösen?
Verschiedene Medikamente können ein (sekundäres) Parkinson-Syndrom auslösen. Dazu zählen vor allem:
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Welche Besonderheiten weisen vererbte Formen der Parkinson-Krankheit auf?
Leiden in einer Familie mehr als zwei Angehörige an der Parkinson-Krankheit, besteht der Verdacht, dass es sich um eine der familiären Formen handeln könnte. Diese weisen jeweils einige Besonderheiten und einen typischen Erbgang (autosomal dominant oder rezessiv) auf.
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Wird die Parkinson-Krankheit vererbt?
Die große Mehrheit der Parkinson-Erkrankungen ist idiopathischer Natur, das heißt, ihre Ursache ist unklar. Nur ein kleiner Teil, etwa 2%, wird direkt vererbt und in der Gruppe der familiären Parkinson-Syndrome zusammengefasst.
Parkinson: Wie das Zittern entsteht
Die meisten Menschen verbinden mit dem Morbus Parkinson das Zittern der Hände. Zwar ist das gar nicht das einzige markante Symptom, es gab der Erkrankung aber ihren volksmundlichen Namen (Schüttellähmung). Nun haben Freiburger Wissenschaftler einen weiteren Mechanismus entdeckt, wie das Zittern und die anderen Bewegungsstörungen entstehen.
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