Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Morbus Parkinson. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Löst die Parkinson-Erkrankung eine Spielsucht aus?

Nein, die Parkinson-Krankheit selbst nicht. Aber manche Medikamente, die den Parkinson-Patienten vom Arzt zur Behandlung verschrieben werden, können – wahrscheinlich bei entsprechender Veranlagung – eine Spiel-, Kauf- oder sogar Sexsucht auslösen oder verstärken.

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Welche Medikamente können die Parkinson-Krankheit auslösen?

Verschiedene Medikamente können ein (sekundäres) Parkinson-Syndrom auslösen. Dazu zählen vor allem:

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Welche Besonderheiten weisen vererbte Formen der Parkinson-Krankheit auf?

Leiden in einer Familie mehr als zwei Angehörige an der Parkinson-Krankheit, besteht der Verdacht, dass es sich um eine der familiären Formen handeln könnte. Diese weisen jeweils einige Besonderheiten und einen typischen Erbgang (autosomal dominant oder rezessiv) auf.

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Wird die Parkinson-Krankheit vererbt?

Die große Mehrheit der Parkinson-Erkrankungen ist idiopathischer Natur, das heißt, ihre Ursache ist unklar. Nur ein kleiner Teil, etwa 2%, wird direkt vererbt und in der Gruppe der familiären Parkinson-Syndrome zusammengefasst.

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Parkinson: Wie das Zittern entsteht

Die meisten Menschen verbinden mit dem Morbus Parkinson das Zittern der Hände. Zwar ist das gar nicht das einzige markante Symptom, es gab der Erkrankung aber ihren volksmundlichen Namen (Schüttellähmung). Nun haben Freiburger Wissenschaftler einen weiteren Mechanismus entdeckt, wie das Zittern und die anderen Bewegungsstörungen entstehen.

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Wie häufig tritt die Parkinson-Krankheit auf?

Das Parkinson-Syndrom tritt hauptsächlich im höheren Lebensalter auf, betroffen sind ca. 1% der über 60-Jährigen. In Deutschland leben Schätzungen zufolge etwa 250.000 bis 400.000 Parkinson-Kranke, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 0,3-0,5%.

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Gibt es verschiedene Formen der Parkinson-Krankheit?

Ja, es werden in der Medizin vier verschiedene Parkinson-Syndrome unterschieden:

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Was ist die Substantia nigra?

Die Substantia nigra (Schwarze Substanz) ist ein Komplex von Nervenzellen im Inneren des Gehirns, der für die Bewegungssteuerung wichtig ist. Der dunkel gefärbte Hirnbereich ist kaum fingernagelgroß und befindet sich ungefähr in Höhe der Oberkante der Ohrmuschel.

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Lösemittel kann Parkinson verursachen

Das Lösemittel Trichlorethylen (TCE) kann offenbar eine Parkinson-Erkrankung hervorrufen. Das ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Untersuchung. TCE wird vor allem bei der Herstellung von Gummierungen und Asphaltmischungen sowie bei der Metallreinigung verwendet.

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Welche Nebenwirkungen können unter Lisurid (Dopergin®) auftreten?

Die Liste der möglichen Nebenwirkungen von Lisurid (Dopergin®) ist relativ lang. Und einige davon sind sehr ernst zu nehmen. Deshalb wird eine Behandlung mit diesem Wirkstoff immer sehr niedrig dosiert begonnen und dann nach Lage der Verträglichkeit langsam die Dosis gesteigert.

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Bei welchen Begleiterkrankungen darf Dopergin® bei Morbus Parkinson nicht eingenommen werden?

Die wichtigste, weil häufigste Kontraindikation (Ärzte-Jargon für "darf man dann nicht einnehmen") ist eine Verkalkung bzw. Verengung der Herzkranzgefäße. Auch andere Kreislaufstörungen und schwere Durchblutungsstörungen bedeuten in fast allen Fällen ein Verbot dieser Behandlung.

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Wann am Tag sollte Dopergin® eingenommen werden?

Sowohl Hersteller als auch Experten empfehlen, Dopergin® grundsätzlich zu den Mahlzeiten, und insbesondere zu Beginn lieber abends einzunehmen. Damit ist die Verträglichkeit nachweislich am besten, das heißt, es treten weniger Nebenwirkungen auf.

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Wie wird Dopergin® angewendet und dosiert?

Die Einnahme von Dopergin® bei Morbus Parkinson muss behutsam begonnen werden. In der Regel beginnt man die Behandlung mit einer sehr niedrigen Dosierung, die dann Woche für Woche etwas gesteigert wird, bis die optimale Wirkung erreicht ist.

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Was für ein Medikament ist Dopergin®?

Dopergin® enthält den Wirkstoff Lisurid und wird unter anderem bei Morbus Parkinson eingesetzt. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Dopaminagonisten. Das heißt, das Medikament ahmt in gewisser Weise die Wirkung des Dopamins nach. Mehr dazu lesen Sie hier: Welche wesentlichen Wirkungen hat Lisurid bei der Parkinson-Krankheit?

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Welche wesentlichen Wirkungen hat Lisurid bei der Parkinson-Krankheit?

Lisurid (Dopergin®) gehört zu den sogenannten Dopamin-Agonisten. Das heißt, es wirkt ähnlich wie der körpereigene Botenstoff Dopamin, an dem es bei der Parkinson-Krankheit fehlt.

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Macht Biperiden (Akineton®) süchtig?

Biperiden (Akineton®) wird von manchen Menschen missbräuchlich eingenommen und hat somit ein gewisses Suchtpotential. Da das Medikament auf das zentrale Nervensystem wirkt, hat es unter anderem manchmal positiv empfundene Wirkungen wie Euphorie und Erregung.

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Stimmt es, dass die Parkinson-Erkrankung zu einer Blasenschwäche führen kann?

Ja. Allerdings kommt das nicht allzu häufig vor, und wenn, dann eher in sehr fortgeschrittenen Fällen der Erkrankung. Eine sogenannte motorische Dranginkontinenz ist eine solche mögliche Parkinson-Folge.

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Welche Laborwerte und Körperfunktionen müssen während einer Behandlung mit Bromocriptin regelmäßig kontrolliert werden?

Zu Beginn der Behandlung sollte der Blutdruck regelmäßig gemessen werden, weil es unter Bromocriptin mitunter zu Blutdruckschwankungen kommen kann. Darauf wird Sie aber auch Ihr Arzt hinweisen (sollte er zumindest).

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Kann man Bromocriptin auch mit Levodopa kombinieren?

Man kann. Levodopa (L-Dopa) ist eine Dopamin-Vorstufe, Bromocriptin ein sogenannter Dopamin-Agonist, also ein Nachahmer des Dopamins. Beide Wirkstoffe arbeiten also in die gleiche Richtung, nämlich gegen den Dopamin-Mangel.

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Darf man Alkohol trinken, wenn man Bromocriptin-Tabletten einnimmt?

Davon wird abgeraten. Der Grund: Der Wirkstoff Bromocriptin kann die Verträglichkeit von Alkohol herabsetzen.

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Neue Therapie für Parkinsonpatienten: Magnetstimulation

Eine magnetische Stimulation des Gehirns könnte bei Morbus Parkinson eine effektive Behandlungsmöglichkeit sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine israelische Forschungsgruppe, die die neue Methode entwickelt hat und jetzt auf dem 21. Jahreskongress der Europäischen Neurologen-Gesellschaft vorstellte.

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Was bewirkt Bromocriptin bei Morbus Parkinson?

Bromocriptin ist ein sogenannter Dopamin-Agonist. Das bedeutet, das Arzneimittel wirkt ähnlich wie Dopamin, also dem körpereigenen Botenstoff, an dem es bei Morbus Parkinson fehlt.

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Welche Wirkstoffe gegen Parkinson gehören zu den Dopamin-Agonisten?

Dopamin-Agonisten sind Arzneimittel, die die Wirkung des körpereigenen (und bei Morbus Parkinson fehlenden) Botenstoffes Dopamin nachahmen. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Wirkstoffen.

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Was sind Dopamin-Agonisten?

Dopamin-Agonisten sind Medikamente gegen Morbus Parkinson, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Dopamin "nachahmen".

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Woran merkt man meist zuerst, dass die Wirkung von Levodopa nachlässt?

Nach einigen Jahren schwächt sich die Wirkung von Levodopa oft deutlich ab. Das erste Indiz für diese schwindende therapeutische Potenz ist häufig, dass die Wirkdauer der einzelnen Tablette nachlässt, dass es also zum Beispiel schon vier Stunden nach der Einnahme schon wieder zu einer Zunahme der Parkinson-Symptome kommt.

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Warum enthalten die Levodopa-Präparate immer auch sogenannte Decarboxylase-Hemmer?

Damit sie nicht so schnell abgebaut werden. Die Decarboxylase ist ein körpereigenes Enzym, das Levodopa außerhalb des Gehirns abbaut. Damit nicht unmittelbar nach der Einnahme, also noch bevor das Levodopa das Gehrin erreicht hat, zu viel des Wirkstoffs von dem Enzym abgebaut wird, wird den Levodopa-Präparaten ein Decarboxylase-Hemmer zugefügt.

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Ist mit der Behandlung mit Levodopa eine Heilung möglich?

Nein. Das gilt aber auch für alle anderen Parkinson-Medikamente. Auch das Fortschreiten der Erkrankung wird durch Levodopa nicht verhindert.

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In welcher Form wird Levodopa meist verabreicht?

Levodopa-Präparate gibt es von zahllosen verschiedenen Herstellern. Die Einnahme erfolgt, wenn nichts Gravierendes dagegen spricht, oral. Sprich: als Tabletten, Kapseln oder Tropfen.

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Mit welchen Nebenwirkungen muss man bei der Einnahme von Levodopa rechnen?

Zu Beginn der Behandlung wird Levodopa meist gut vertragen. Nebenwirkungen sind eher die Ausnahme.

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Mit welchem "Basismedikament" beginnt häufig die Parkinson-Behandlung?

Mit Levodopa. Levodopa ist eine chemische Vorstufe von Dopamin und führt gerade in den früheren Phasen der Parkinson-Erkrankung sehr zuverlässig und auch relativ schnell zu einer Besserung der Beschwerden.

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Wie schnell führt die Einnahme von Levodopa zu einer Besserung?

Levodopa wirkt in der Regel erstaunlich schnell. Gerade in der Anfangsphase der Erkrankung und bei älteren Patienten lässt sich mit der Einnahme von Levodopa (einer Dopamin-Vorstufe) eine rasche Linderung der Parkinson-Symptome erzielen.

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Was ist L-Dopa?

L-Dopa steht für Levodopa. Und Levodopa ist eine chemische Vorstufe von Dopamin, also desjenigen körpereigenen Botenstoffs, an dem es bei Morbus Parkinson mangelt.

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Warum behandelt man den Morbus Parkinson mit Levodopa, und nicht direkt mit Dopamin?

Ursächlich für die Parkinson-Beschwerden ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Da liegt es nahe, die Parkinsonsche Erkrankung einfach durch die äußere Zufuhr des Botenstoffs zu behandeln. Aber das wird nicht gemacht – obwohl man Dopamin technisch durchaus als Medikament herstellen kann.

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Welches sind die gebräuchlichsten Medikamente gegen Morbus Parkinson?

Die Beschwerden der Parkinson-Erkrankung gehen in erster Linie auf einen Mangel an Dopamin zurück. Dementsprechend sind die gebräuchlichsten Medikamente zur Behandlung des Morbus Parkinson Präparate, die den Mangel dieses körpereigenen Hirn-Botenstoffs ausgleichen sollen.

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Warum ist es so wichtig, gerade im fortgeschrittenen Krankheitsstadium ausreichend zu trinken?

Eine ernste Komplikation der Parkinson-Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium ist die sogenannte akinetische Krise - eine plötzlich einsetzende vollständige Bewegungsunfähigkeit. Auslöser sind oft nicht eingenommene Medikamente. Aber auch mangelnde Flüssigkeitszufuhr kann eine akinetische Krise verursachen.

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Völlige Bewegungslosigkeit aus dem Nichts: Was tun?

Wenn Ihr Partner oder Angehöriger mit Morbus Parkinson plötzlich in eine komplette Bewegungsunfähigkeit verfällt, sollten Sie unbedingt sofort einen Notarzt rufen. Denn es kann sich um eine sogenannte akinetische Krise handeln.

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Wie kann es zu einer akinetischen Krise kommen?

Die akinetische Krise, bei der es zu einer vollständigen Bewegungsunfähigkeit der Betroffenen kommt, tritt - wenn überhaupt - nur im sehr fortgeschrittenen Stadium der Parkinson-Erkrankung auf. Ursache ist nicht selten, dass die Parkinson-Medikamente nicht oder zu wenig eingenommen wurden.

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Was ist eine akinetische Krise?

Eine akinetische Krise kann im Spätstadium eines Morbus Parkinson auftreten und ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Dabei kommt es zu einer kompletten Bewegungsunfähigkeit.

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Ist die "akinetischen Krise" häufig?

Nein, insgesamt handelt es sich bei diesem Notfall um ein sehr seltenes Ereignis. Die akinetische Krise kann dadurch ausgelöst werden, dass die Parkinson-Medikamente plötzlich abgesetzt oder deutlich reduziert werden.

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Was versteht man beim Morbus Parkinson unter einer akinetischen Krise?

Die "akinetische Krise" ist eine seltene Komplikation, zu der es in einem sehr fortgeschrittenen Stadium des Morbus Parkinson kommen kann. Sie äußert sich dadurch, dass die Betroffenen völlig bewegungsunfähig werden. Dieser Zustand kann plötzlich auftreten oder sich innerhalb einiger Tage entwickeln.

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