Künstlicher Darmausgang: Wie können Nährstoffverluste ausgeglichen werden?
Bei Anlage eines künstlichen Darmausgangs kann es, vor allem wenn auch große Dünndarmabschnitte entnommen wurden, trotz entsprechender Ernährung zu Verlusten an Nährstoffen kommen. Ein erhöhtes Risiko dafür besteht besonders in der Anfangsphase nach Stoma-Anlage, wenn die Ernährung Schritt für Schritt aufgebaut wird.
Aber auch bei anhaltenden starken Durchfällen und bei hoher Ausscheidung über das Stoma sind Nährstoffverluste möglich. Dabei ist hauptsächlich die Aufnahme von Substanzen wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Kalium und Zink, Vitamin B12 und fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) gefährdet. Aber auch die Energie- und Flüssigkeitszufuhr kann leiden.
Um die Nährstoffe zu ersetzen, können Tabletten und Nahrungsergänzungsstoffe eingenommen werden. Allerdings reichen diese oft nicht aus. Dann sind Injektionen (Spritzen) oder Infusionen (Tröpfe), die die Nährstoffe unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts in den Körper bringen, erforderlich. Damit kann nicht nur der Nährstoffmangel ausgeglichen, sondern auch für eine optimale Energie- und Flüssigkeitsversorgung gesorgt werden.
Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze
Bei Fragen zu diesem Thema bei der Colitis ulcerosa
