Morbus Crohn im Dickdarm: Wann ist eine Operation notwendig?
Eine Operation bei Morbus Crohn des Dickdarms kommt dann in Betracht, wenn die medikamentöse Behandlung nicht ausreichend anschlägt. Allerdings sollte dann der betroffene Teil des Dickdarms nicht länger als 30 cm sein.
Auch ein unvollständiger Darmverschluss, der weder durch Medikamente noch durch eine Aufweitung (Dilatation) im Rahmen einer Darmspiegelung behandelt werden kann, muss manchmal operiert werden. Chirurgische Eingriffe sind außerdem notwendig, wenn durch ausgeprägte Verengungen im Darm von einem erhöhten Krebsrisiko ausgegangen werden muss. Das gilt auch, wenn in bestimmten Abschnitten des Dickdarms Krebs-Vorstufen entdeckt wurden (intraepitheliale Neoplasie).
Insgesamt ist das Für und Wider einer Operation immer auch eine individuelle Entscheidung, die stark von der jeweiligen Situation abhängt. Wichtig ist, dass Sie, wenn sich die Frage nach einem operativen Eingriff stellt, sich sehr genau von Ihrem Arzt über Vorteile und Risiken informieren lassen.
Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze
