Welche operativen Eingriffe können bei Stuhlinkontinenz sinnvoll sein?
Operative Eingriffe kommen bei Stuhlinkontinenz nur in Betracht, wenn andere Behandlungsansätze wie Medikamente, Ernährungsumstellungen oder Biofeedback nicht geholfen haben. Auch bei Verletzungen des Schließmuskels am After, des Analkanals oder des Beckenbodens können Operationen notwendig sein.
Normalerweise werden dabei - wenn überhaupt - kleinere chirurgische Eingriffe durchgeführt. Nur bei einer sehr schweren Inkontinenz, die nicht anders in den Griff zu bekommen ist, kann auch das Anlegen eines künstlichen Darmausgangs notwendig werden. Dabei wird das Ende des Dickdarms durch die Bauchwand nach außen gelegt (Kolostomie) und der Stuhl in einen Beutel geleitet.
Ein Vorfall des Mastdarms aus dem After (ein sogenannter Rektumprolaps) lässt sich ebenfalls mit einem relativ kleinen chirurgischen Eingriff behandeln.
