Welche Medikamente gibt es zur Behandlung einer Stuhlinkontinenz?
Eine Medikamentengruppe, die bei Stuhlinkontinenz eingesetzt werden kann, sind sogenannte Antidiarrhoika. Das sind Arzneimittel, die gegen Durchfall wirken. Ein Vertreter ist zum Beispiel Loperamid.
Diese Medikamente verändern die Muskelaktivität des Darms, so dass der Nahrungs- bzw. Stuhlbrei im Darm langsamer vorankommt. Einige Wirkstoffe erhöhen außerdem die Wasseraufnahme aus dem Darm in den Körper. Antidiarrhoika dürfen allerdings nicht bei einer aktiven Entzündung des Dickdarms (Colitis) angewendet werden.
Neben den genannten Medikamenten zum Einnehmen gibt es zudem Wirkstoffe, die direkt am After aufgetragen werden. Mediziner bezeichnen dies als topische Therapie. Die Cremes oder Gelen sollen helfen, den Tonus bzw. Spannungszustand der Schließmuskulatur des Afters zu erhöhen und damit die Kontrolle des Stuhlgangs zu verbessern.
