Morbus Crohn: Was bedeutet eine Erhöhung des CRP-Blutwertes (C-reaktives Protein)?

Eine CRP-Erhöhung im Blut ist beim Morbus Crohn ein eher ungünstiges Zeichen. Zumindest für den Moment. Denn es zeigt an, dass die Erkrankungsaktivität gerade zunimmt oder besonders hoch ist.

Unsere 10 wichtigsten Tipps bei Morbus Crohn

weiterlesen...

Zum Hintergrund: Das C-reaktive Protein, von Ärzten meist kurz CRP genannt, ist ein Entzündungsparameter. Nicht nur beim Morbus Crohn, sondern auch bei vielen anderen Erkrankungen dient die Bestimmung des CRP-Wertes vor allem zur Verlaufsdiagnostik. Steigt das Eiweiß im Blut an, ist dies immer ein Hinweis darauf, dass auch die entzündlichen Vorgänge im Körper gerade besonders aktiv sind. Mediziner sprechen beim CRP und ähnlichen Proteinen von Akute-Phase-Proteinen.

Sinkender CRP-Wert zeigt Krankheitsberuhigung an

Das C-reaktive Protein wird in der Leber gebildet und von dort ins Blut abgegeben. Die Produktion steigt bei einer akuten Infektion oder einer Entzündungsreaktion im Körper an, im Blutplasma ist ein erhöhter CRP-Wert aber immer erst 12 bis 24 Stunden später feststellbar.

Zurück zum Morbus Crohn: Eine CRP-Erhöhung ist ein Zeichen für eine jetzt in diesem Moment bestehende hohe oder zunehmende Aktivität der Erkrankung. Sie sagt aber nichts über die Prognose oder den weiteren Verlauf aus. Beruhigt sich der Morbus Crohn wieder, sinkt auch der CRP-Wert, und ist dann ein diagnostisches Kriterium für einen Krankheitsstillstand.

Autor:

Google-Anzeigen