Wozu dienen Gewebeproben in der Crohn-Diagnostik?
Im Rahmen der Darmspiegelung entnimmt der Untersucher aus verschiedenen Darmabschnitten Gewebeproben (Biopsien). Laborärzte bereiten die Gewebeproben auf und analysieren sie unter dem Mikroskop – die histopathologische Untersuchung. So können die Mediziner überprüfen, ob für den Morbus Crohn charakteristische Veränderungen in der Darmwand vorliegen.
Die Analyse der Gewebeproben kann demnach wesentliche Hinweise auf das Bestehen der chronisch entzündlichen Darmerkrankung liefern. Dabei ist wichtig, dass die Gewebeproben aus verschiedenen Darmabschnitten stammen, um die Ausdehnung zu bestimmen und zu ermitteln, welche Bereiche betroffen sind.
Allerdings kann allein durch die Analyse der Gewebeproben kein Morbus Crohn erkannt werden. Dazu bedarf es weiterer Maßnahmen: der Befragung des Betroffenen durch den Arzt, der körperlichen Untersuchung, der Darmspiegelung, evtl. weiterer bildgebender Verfahren, Laboranalysen und histopathologischer Untersuchungen.
