Welche Möglichkeiten gibt es, psychische Belastungen und Störungen bei Morbus Crohn zu behandeln?

Frau - Depressionenen - Morbus Crohn

Zunächst ist es wichtig, die seelischen Auswirkungen des Morbus Crohn überhaupt zu erkennen. Das bedeutet für Sie: Sprechen Sie darüber, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich die Erkrankung "bedrohlich" auf Ihre Psyche auswirkt.

Dass der Morbus Crohn psychisch belastet, ist ja völlig normal. Wenn Sie aber dauerhaft z.B. in depressive Stimmungen abrutschen, sollten Sie darüber unbedingt mit Ihren Angehörigen, Freunden und vor allem auch Ihrem Arzt sprechen. Aber auch der Arzt muss daran denken, und sollte sich – wenn er denn ein guter Arzt ist – regelmäßig nach Ihrem seelischen Befinden erkundigen.

Manchmal kann auch Selbsthilfegruppe sinnvoll sein

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Wenn ernsthafte Depressionen oder Angststörungen vorliegen, kann eine Psychotherapie oft sehr gut helfen. Welche Form der Psychotherapie dann sinnvoll ist, hängt von der Art der Beschwerden und Symptome ab. Das sollte der Psychotherapeut in enger Abstimmung mit Ihnen entscheiden. Mitunter ist auch der Einsatz von Medikamenten (Psychopharmaka) notwendig.

Vielleicht ist es für Sie aber auch sinnvoll, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Eine solche Gruppe kann nach Ansicht von Experten, aber auch von Betroffenen bei der Bewältigung der Krankheit und ihrer Auswirkungen sehr wichtig und hilfreich sein. So werden dort zum Beispiel neben dem Wissen über die Krankheit und die Behandlung auch Informationen über soziale Belange und Rechte vermittelt. Nicht zuletzt kann der Austausch mit anderen Menschen mit ähnlichen Problemen sehr gut tun.

Autoren: Dr. med. Anne-Kristin Schulze & Dr. med. Jörg Zorn

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