Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn Kortison-Präparate beim Morbus Crohn nicht wirken?
Mitunter kommt es vor, dass bei einem Morbus-Crohn-Schub trotz ausreichender Dosierung und Anwendungsdauer Kortison-Präparate nicht wirken. Mediziner nennen diese Situation einen steroidrefraktären Verlauf. Dann sind sogenannte Immunsuppressiva eine Option, so die Empfehlungen.*
Immunsuppressiva unterdrücken das Abwehrsystem und damit die Entzündung. Bis die Medikamente wirken, können allerdings je nach Wirkstoff bei Einzelnen bis zu zwei bis sechs Monate vergehen.
Auch Antikörper gegen den Tumornekrosefaktor-a (TNF-a), einer Substanz des Abwehrsystems, wirken der Entzündung entgegen. Ihr zusätzlicher Einsatz kommt in Betracht, wenn zum Beispiel Immunsuppressiva nicht wirken oder nicht gegeben werden dürfen bzw. eine schnelle Linderung notwendig ist.
Auch Operationen können unter bestimmten Voraussetzungen infrage kommen.
* Quellen:
Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V.: Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn in laienverständlicher Form.
Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DDG) mit dem Kompetenznetz Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn.
