Behandlung

Ist Morbus Crohn heilbar?

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Leider nein. Allerdings gelingt es bei vielen Betroffenen die Erkrankung so weit einzudämmen, dass sie das normale Leben über weite Strecken kaum beeinträchtigt. Leider gibt es aber auch Betroffene, die immer wieder unter schwereren Schüben leiden und eine intensivere Behandlung benötigen.

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Welche Medikamente gibt es gegen den Morbus Crohn?

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Es gibt eine ganze Reihe an Medikamenten, die abhängig vom Ausmaß der Beschwerden und des Krankheitsschubs verordnet werden.

Bei leichteren Beschwerden werden häufig sogenannte Salicylate verschrieben. Dazu gehören:

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Wovon hängt es ab, wie ein akuter Schubs des Morbus Crohn behandelt wird?

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Bisher ist es nicht gelungen, eine Therapie zu entwickeln, die die Ursachen des Morbus Crohn bekämpfen und die Erkrankung heilen kann. Daher soll die Behandlung vor allem die Entzündung lindern und so eine möglichst lange beschwerdefreie Zeit erlauben. Außerdem soll die Lebensqualität erhalten bzw. verbessert sowie die Darmfunktion erhalten werden.

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Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des unteren Dünndarms und leichter Entzündung: Wie wird behandelt?

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Liegt ein Morbus Crohn vor, der die unteren Dünndarmabschnitte betrifft und mit einer leichten Entzündungsaktivität einhergeht, empfehlen Experten die Behandlung mit einem lokal  wirkenden Glukokortikoid (Budenosid). Lokal bedeutet hier: Der Kortison-Wirkstoff wirkt nur am Ort des Geschehens.

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Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des unteren Dünndarms und mittlerer Entzündung: Wie wird behandelt?

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Der Morbus Crohn hat den unteren Dünndarm befallen und ist mit einer mäßigen Entzündung verbunden. Hier raten die Fachleute dazu, Kortison-Präparate (Glukokortikoide) wie das an Ort und Stelle (lokal) wirkende Budenosid einzusetzen. Alternativ auch im ganzen Körper wirkende (systemische) Glukokortikoide. Die Medikamente sollen der Entzündung entgegenwirken.

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Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des unteren Dünndarms und starker Entzündung: Wie wird behandelt?

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Bei auf den unteren Dünndarm beschränktem und mit einer starken Entzündung verbundenem Morbus Crohn wird der Einsatz sogenannter systemisch wirkender Glukokortikoide empfohlen. Das sind entzündungshemmende Kortison-Präparate, die im ganzen Körper wirksam sind.

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Wenn große Teile des Dünndarms vom Morbus Crohn betroffen sind, welche Behandlung kann dann helfen?

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Bei ausgedehntem Befall des Dünndarms kann eine Behandlung mit systemischen Glukokortikoiden sinnvoll sein. Das sind Kortison-Präparate, die im ganzen Körper ihre Wirkung entfalten.

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Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des Dickdarms: Wie wird behandelt?

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Wenn eine leichte bis mäßige Entzündung vorliegt, kann der Morbus Crohn im Dickdarm mit dem Wirkstoff Sulfasalazin oder lokalen Kortison-Präparaten (Glukokortikoiden) behandelt werden. Bei Befall der unteren Dickdarmabschnitte werden zusätzlich Zäpfchen, Einläufe oder Schäume mit 5-Aminosalizylsäure oder Glukokortikoiden empfohlen.

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Der Morbus Crohn hat Speiseröhre und/oder Magen befallen: Was kann bei einem Krankheitsschub helfen?

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Zur Behandlung eines Morbus Crohn der Speiseröhre im akuten Schub können sogenannte systemische Glukokortikoide gegeben werden. Das sind Kortison-Präparate mit entzündungshemmender Wirkung im ganzen Körper. So zumindest die Empfehlung in den offiziellen Leitlinien*.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn Kortison-Präparate beim Morbus Crohn nicht wirken?

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Mitunter kommt es vor, dass bei einem Morbus-Crohn-Schub trotz ausreichender Dosierung und Anwendungsdauer Kortison-Präparate nicht wirken. Mediziner nennen diese Situation einen steroidrefraktären Verlauf. Dann sind sogenannte Immunsuppressiva eine Option, so die Empfehlungen.*

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Was bedeutet bei einem Morbus Crohn "steroidabhängiger Verlauf"?

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Viele Menschen mit Morbus Crohn erhalten Kortison-Präparate, die auch als Glukokortikoide, Kortikosteroide oder nur kurz Steroide bezeichnet werden. Steroidabhängig bedeutet sozusagen „von der Glukokortikoidgabe abhängen.“

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Welche Möglichkeiten gibt es, einen Krankheitsschub des Morbus Crohn bei steroidabhängigem Verlauf zu behandeln?

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Prinzipiell sind bei einem steroidabhängigen Verlauf Immunsuppressiva, die das Immunsystem unterdrücken, eine wichtige Therapieoption. Tritt dann ein Schub auf, sollte zunächst geklärt werden, ob die Immunsuppressiva regelmäßig und in ausreichender Dosis angewendet wurden.

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Wann ist eine Langzeittherapie bei Morbus Crohn notwendig?

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Ziel einer Langzeittherapie bei Morbus Crohn ist es, die Ruhephase, in der sich der Einzelne gerade befindet, zu erhalten. Das heißt, nach Abklingen eines akuten Schubs sollen für eine möglichst lange Zeit keine neuen Beschwerden mehr auftreten.

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Welche Medikamente kommen für eine remissionserhaltende Therapie bei Morbus Crohn infrage?

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Falls eine remissionserhaltende Therapie überhaupt sinnvoll ist, können zum Beispiel die Immunsuppressiva Azathioprin oder 6-Mercaptopurin gegeben werden. Diese Medikamente unterdrücken das Abwehrsystem und wirken so der Entzündung entgegen.

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Wie lange sollte eine remissionserhaltende Behandlung bei Morbus Crohn mit Azathioprin oder 6-Mercaptopurin dauern?

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Insgesamt sollte eine remissionserhaltende Therapie mit den beiden Immunsuppressiva wenigstens vier Jahre dauern. Wird in dieser Zeit keine Behandlung mit Glukokortikoiden notwendig, kann die immunsuppressive Behandlung ggf. beendet werden.

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Wie kann einem Knochenabbau unter einer Behandlung mit Kortison-Präparaten vorgebeugt werden?

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Kortison-Präparate, die im ganzen Körper wirken, werden auch als systemische Glukokortikoide, Kortikosteroide oder Steroide bezeichnet. Vor allem bei einer länger andauernden Behandlung besteht dabei die Gefahr, dass es zu einem Knochenschwund (Osteoporose) kommt.

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Wie kann eine Ansammlung von Eiter im Bauchraum (Abszess) behandelt werden?

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Hat sich bei einem Morbus Crohn ein sogenannter Begleitabszess (eine Eiteransammlung9 im Bauchraum gebildet, sollte dieser mit Antibiotika behandelt werden. Außerdem wird in der Regel versucht, den Eiter über einen Schlauch abzusaugen (Drainage).

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Wie können Verengungen im Darm behandelt werden?

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Verengungen (Stenosen oder Strikturen) im Verdauungstrakt sind Komplikationen, die im Verlauf eines Morbus Crohn auftreten können. Führt die Verengung zu Beschwerden, wird in der Regel zunächst versucht, diese medikamentös zu behandeln.

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Kann es unter Kortison-Tabletten zu Erektionsstörungen kommen?

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Ja. In seltenen Fällen kann es bei Behandlung mit Kortison-Präparaten zu Erektionsstörungen kommen. Ob das passiert, hängt unter anderem von der Dosis ab. Bei hoch dosierten Tabletten ist die Wahrscheinlichkeit einer Erektionsstörung am größten.

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