Wie kann eine primär sklerosierende Cholangitis (PSC) bei Morbus Crohn behandelt werden?
Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine chronische (anhaltende) Entzündung der Gallengänge in und außerhalb der Leber. Sie kann mit Beschwerden wie Juckreiz, Gelbfärbung der Haut und der Augen (Ikterus), Schmerzen im Oberbauch, Fieber sowie Gewichtsverlust einhergehen.
Eine PSC kann im Zusammenhang mit einem Morbus Crohn (und einer Colitis ulcerosa) auftreten und gilt als extraintestinale Manifestation (extraintestinal = außerhalb des Verdauungstraktes). Etwa 9% der Menschen mit Morbus Crohn bekommen im Verlauf der Erkrankung eine primär sklerosierende Cholangitis.
Behandelt wird die PSC meist mit dem Medikament Ursodeoxycholsäure. Verengte Gallenwege lassen sich im Rahmen einer sogenannten "endoskopisch retrograden Cholangio-Pankreatikographie" (eine Spiegelung der Gallenwege) weiten und/oder über die Einlage kleiner Röhrchen (Stents) offen halten.
