Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Morbus Crohn & Colitis ulcerosa. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns! Ihr Navigator-Team
Ist Morbus Crohn heilbar?
Leider nein. Allerdings gelingt es bei vielen Betroffenen die Erkrankung so weit einzudämmen, dass sie das normale Leben über weite Strecken kaum beeinträchtigt. Leider gibt es aber auch Betroffene, die immer wieder unter schwereren Schüben leiden und eine intensivere Behandlung benötigen.
Welche Medikamente gibt es gegen den Morbus Crohn?
Es gibt eine ganze Reihe an Medikamenten, die abhängig vom Ausmaß der Beschwerden und des Krankheitsschubs verordnet werden.
Bei leichteren Beschwerden werden häufig sogenannte Salicylate verschrieben. Dazu gehören:
- Sulfasalazín (z.B. Sulfasalazín HEXAL®, Sulfasalazín-Heyl®, Sulfasalazín medac®, Azulfidine®, Colo- Pleon®, Pleon® RA, Salazopyrine®)
- Mesalazin (z.B. Asacolitin®, Claversal®, Pentasa®, Salofalk®)
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Wovon hängt es ab, wie ein akuter Schubs des Morbus Crohn behandelt wird?
Bisher ist es nicht gelungen, eine Therapie zu entwickeln, die die Ursachen des Morbus Crohn bekämpfen und die Erkrankung heilen kann. Daher soll die Behandlung vor allem die Entzündung lindern und so eine möglichst lange beschwerdefreie Zeit erlauben. Außerdem soll die Lebensqualität erhalten bzw. verbessert sowie die Darmfunktion erhalten werden.
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Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des unteren Dünndarms und leichter Entzündung: Wie wird behandelt?
Liegt ein Morbus Crohn vor, der die unteren Dünndarmabschnitte betrifft und mit einer leichten Entzündungsaktivität einhergeht, empfehlen Experten die Behandlung mit einem lokal wirkenden Glukokortikoid (Budenosid). Lokal bedeutet hier: Der Kortison-Wirkstoff wirkt nur am Ort des Geschehens.
Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des unteren Dünndarms und mittlerer Entzündung: Wie wird behandelt?
Der Morbus Crohn hat den unteren Dünndarm befallen und ist mit einer mäßigen Entzündung verbunden. Hier raten die Fachleute dazu, Kortison-Präparate (Glukokortikoide) wie das an Ort und Stelle (lokal) wirkende Budenosid einzusetzen. Alternativ auch im ganzen Körper wirkende (systemische) Glukokortikoide. Die Medikamente sollen der Entzündung entgegenwirken.
Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des unteren Dünndarms und starker Entzündung: Wie wird behandelt?
Bei auf den unteren Dünndarm beschränktem und mit einer starken Entzündung verbundenem Morbus Crohn wird der Einsatz sogenannter systemisch wirkender Glukokortikoide empfohlen. Das sind entzündungshemmende Kortison-Präparate, die im ganzen Körper wirksam sind.
Wenn große Teile des Dünndarms vom Morbus Crohn betroffen sind, welche Behandlung kann dann helfen?
Bei ausgedehntem Befall des Dünndarms kann eine Behandlung mit systemischen Glukokortikoiden sinnvoll sein. Das sind Kortison-Präparate, die im ganzen Körper ihre Wirkung entfalten.
Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des Dickdarms: Wie wird behandelt?
Wenn eine leichte bis mäßige Entzündung vorliegt, kann der Morbus Crohn im Dickdarm mit dem Wirkstoff Sulfasalazin oder lokalen Kortison-Präparaten (Glukokortikoiden) behandelt werden. Bei Befall der unteren Dickdarmabschnitte werden zusätzlich Zäpfchen, Einläufe oder Schäume mit 5-Aminosalizylsäure oder Glukokortikoiden empfohlen.
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Der Morbus Crohn hat Speiseröhre und/oder Magen befallen: Was kann bei einem Krankheitsschub helfen?
Zur Behandlung eines Morbus Crohn der Speiseröhre im akuten Schub können sogenannte systemische Glukokortikoide gegeben werden. Das sind Kortison-Präparate mit entzündungshemmender Wirkung im ganzen Körper. So zumindest die Empfehlung in den offiziellen Leitlinien*.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn Kortison-Präparate beim Morbus Crohn nicht wirken?
Mitunter kommt es vor, dass bei einem Morbus-Crohn-Schub trotz ausreichender Dosierung und Anwendungsdauer Kortison-Präparate nicht wirken. Mediziner nennen diese Situation einen steroidrefraktären Verlauf. Dann sind sogenannte Immunsuppressiva eine Option, so die Empfehlungen.*
Was bedeutet bei einem Morbus Crohn "steroidabhängiger Verlauf"?
Viele Menschen mit Morbus Crohn erhalten Kortison-Präparate, die auch als Glukokortikoide, Kortikosteroide oder nur kurz Steroide bezeichnet werden. Steroidabhängig bedeutet sozusagen „von der Glukokortikoidgabe abhängen.“
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Welche Möglichkeiten gibt es, einen Krankheitsschub des Morbus Crohn bei steroidabhängigem Verlauf zu behandeln?
Prinzipiell sind bei einem steroidabhängigen Verlauf Immunsuppressiva, die das Immunsystem unterdrücken, eine wichtige Therapieoption. Tritt dann ein Schub auf, sollte zunächst geklärt werden, ob die Immunsuppressiva regelmäßig und in ausreichender Dosis angewendet wurden.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (engl. inflammatory bowel disease, IBD) versteht man wiederkehrende (rezidivierende) oder kontinuierliche entzündliche Erkrankungen des Darms. Die beiden häufigsten Vertreter sind die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn.
Seltener sind die kollagene und lymphozytäre Colitis, welche nur histologisch diagnostiziert werden können und daher zusammen als mikroskopische Colitis bezeichnet werden.
Morbus Crohn
Der Morbus Crohn gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Es handelt sich um eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann.
Bevorzugt befallen sind der untere Dünndarm (terminales Ileum) und der Dickdarm (Colon), seltener die Speiseröhre (Ösophagus) und der Mund. Charakterisierend für Morbus Crohn ist der diskontinuierliche, segmentale Befall (sog. skip lesions) der Darmschleimhaut, es können also gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind.
Colitis ulcerosa
Der Morbus Crohn gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Es handelt sich um eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann.
Bevorzugt befallen sind der untere Dünndarm (terminales Ileum) und der Dickdarm (Colon), seltener die Speiseröhre (Ösophagus) und der Mund. Charakterisierend für Morbus Crohn ist der diskontinuierliche, segmentale Befall (sog. skip lesions) der Darmschleimhaut, es können also gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind.
Was sind typische Beschwerden beim Morbus Crohn?
Erste Anzeichen für einen Morbus Crohn sind häufig sich wiederholende Unterbauchschmerzen und Durchfälle. Oft treten diese beiden Beschwerden zu gleicher Zeit auf, manchmal aber auch nur eine der beiden.
Die Krämpfe und Bauchschmerzen sind dabei meist im rechten Unterbauch lokalisiert, können aber auch im gesamten Bauchraum auftreten. Der Durchfall ist in der Regel schleimig oder sogar wässrig und tritt oft nach dem Essen auf.
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Kollagene Colitis
Die kollagene Colitis (Synonyme: Kollagenkolitis, Kollagencolitis, mikroskopische Colitis) ist eine mutmaßlich chronische, etwas atypisch ablaufende Entzündung der Schleimhaut des Dickdarms, deren Ursache nach wie vor nicht geklärt ist und die klinisch mit heftiger wässriger Diarrhoe (Durchfall) einhergeht.