Zu welchen Mangelerscheinungen können Essstörungen führen?

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Hungern, Erbrechen und Medikamentenmissbrauch von Diuretika und Abführmitteln können zu Mangelerscheinungen führen, die Beschwerden verursachen.

Fehlen lebenswichtige Salze bzw. Elektrolyte wie Kochsalz, Kalium und Magnesium, verändert sich das Säure-Basen-Gleichgewicht im Blut (ph-Wert). Mögliche Folgen eines Kalium- und Säuremangels sind Herzrhythmusstörungen und Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG), die gefährlich sein können.

Störungen des Säure-Basen-Haushalts schädigen außerdem die Nieren. Folgen können Einschränkungen der Nierenfunktion sein. Diese sind jedoch nach Normalisierung des Esseverhaltens meist wieder rückbildungsfähig. Ausdruck der Nierenfunktionsstörung sind auch Wasseransammlungen im Gewebe, sogenannte Ödeme.

Vitaminmangel, Nährstoffmangel und Folsäuremangel verändern darüber hinaus das Blutbild und die Nervenleitung. Folge keine eine Anämie mit Müdigkeit und Erschöpfung sein sowie eine Erkrankung der Nerven (periphere Polyneuropathie).

Haut, Haare und Fingernägel werden trocken und spröde. Die Nagelform kann sich verändern (Uhrglasnägel).

Ein Mangel an Vitamin D wirkt sich in Verbindung mit Störungen der Sexualhormone, einer Nierenfunktionsstörung sowie einem Kalzium- und Phosphatmangel negativ auf den Knochenstoffwechsel aus. Die Knochen werden bei andauernden Mangelzuständen teilweise porös und brüchig (Osteoporose), teilweise zu weich (Osteomalazie). Schwerwiegende Folgen können Knochenbrüche - oft ohne erkennbare Ursache - sein.

 

 

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