CLL: Symptome und Diagnose
Häufig ist die Entdeckung der Krankheit ein Zufallsbefund während einer Blutuntersuchung im Rahmen der Diagnostik anderer Erkrankungen. Folgende Symptome treten im Verlauf der Erkrankung auf:
- Lymphknotenschwellungen
- Milz/Lebervergrößerung
- Hauterscheinungen (30 Prozent der Fälle)
- Juckreiz
- Ekzeme
- Mykosen
- Herpes zoster
- Hautblutungen
- knotige Infiltrate
- blasse Haut und Schleimhaut
- Parotis/Ohrspeicheldrüsenschwellung (Mikulicz - Syndrom)
- Leukozytose mit Lymphozytose > 10.000 /µl
- im Knochenmark hoher Anteil reifer Lymphozyten
- Antikörpermangelsyndrom durch Verdrängung der B-Zellen
- Nachweis inkompletter Wärmeautoantikörper
- verminderte Gammaglobuline
- erhöhte IgM
Diagnose
Die Diagnose der CLL wird in der Regel gestellt durch zwei einfache Untersuchungen:
- Blutbild und Differentialblutbild. Hier wird eine Erhöhung der Lymphozyten auf mindestens 5000/µl für die Dauer von mindestens 4 Wochen für die Diagnosestellung gefordert. Es finden sich die typischen reifzelligen, kleinen Lymphozyten sowie Gumprechtsche Kernschatten (entstehen als Artefakt bei der Präparation) im Blutausstrich.
- Immunphänotypisierung der Leukämiezellen im peripheren Blut. Diese zeigt eine mit den Antikörpern gegen typische B-Zellmarker (CD19) markierbare Zellpopulation, die außerdem CD23 und das T-Zell-Antigen CD5 auf der Oberfläche exprimiert (CD5/CD19-Koexpression), sowie eine Leichtkettenrestriktion (kappa oder lambda).
Weitere Untersuchungen dienen der Erkennung der Ausbreitung der CLL (Röntgen-Thoraxaufnahme, Ultraschalluntersuchung des Abdomen).
Differentialdiagnose
- Leukämisches Non-Hodgkin-Lymphom
- Haarzellleukämie
- Prolymphozytenleukämie
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