Auf welche Weise fördert das Philadelphia-Chromosom die Entstehung einer Leukämie?
Beim Philadelphia-Chromosom handelt es sich um eine erworbene (also nicht angeborene) Gen-Mutation. Dabei liegt ein Stück von Chromosom 22 auf dem Chromosom 9 und umgekehrt.
Diese fälschlicherweise zusammengewürfelten Chromosomenstücke sind leider nicht untätig, sondern produzieren einen bestimmten Eiweißstoff: die Bcr-Abl-Tyrosinkinase. Und dieses Enzym greift in den Wachstumsprozess von Blutzellen ein. Es bringt Leukozyten dazu, sich ungebremst zu vermehren.
Mit dem Wirkstoff Imatinib wurde Anfang dieses Jahrtausends erstmalig ein Wirkstoff in die Leukämie-Behandlung eingeführt, der genau dieses fatale Enzym Tyrosinkinase hemmt.
