Was bedeutet das "Philadelphia-Chromosom" bei einer Leukämie?
Bei Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie ist in 90% der Fälle eine ganz bestimmte Chromosomen-Veränderung nachweisbar. Dabei liegt ein Stück von Chromosom 22 auf dem Chromosom 9 und umgekehrt.
Das entstehende Misch-Chromosom, entstanden durch diesen fehlerhaften Austausch von Chromosomenstücken, wird "Philadelphia-Chromosom genannt.
Das "Philadelphia-Chromosom" ist ursächlich an der chronisch myeloischen Leukämie beteiligt, weil es die ungebremste Vermehrung der unreifen Blutzellen zulässt bzw. fördert. Allerdings entsteht das "Philadelphia-Chromosom" im Laufe des Lebens, es handelt sich also nicht um einen angeborenen Gendefekt. Warum es dazu kommt, bleibt meistens auch im Nachhinein unklar.
