Welche vier wesentlichen Leukämie-Arten gibt es?

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Mittlerweile wird Leukämie meist als Oberbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die mit einer (bösartigen) Störung der Blutbildung einhergehen, verwandt. Im engeren Sinne aber unterscheidet man vor allem vier Leukämie-Formen.

Dies sind:

  • chronisch myeloische Leukämie (CML)
  • chronisch lymphatische Leukämie (CLL)
  • akute myeloische Leukämie (AML)
  • akute lymphatische Leukämie (ALL)

 

Was bedeutet myeloisch und lymphatisch?

Die Bezeichnung "akut" und "chronisch" bezieht sich dabei auf die Verlaufsform. Die akuten Leukämien beginnen schlagartig und schreiten ohne Behandlung rapide voran. Sie können unbehandelt innerhalb weniger Monate zum Tode führen. Die chronischen Formen beginnen hingegen eher schleichend und schreiten auch langsamer voran. Oft werden sie lange Zeit gar nicht entdeckt, weil die Symptome so unspezifisch sind. Allerdings sind die chronischen Leukämie-Formen dafür häufig schwieriger zu behandeln als die akuten Varianten.

Die Bezeichnung myeloisch und lymphatisch bezieht sich auf die Zellform, von der die Leukämie ausgeht. In beiden Fällen sind es Vorläuferzellen der weißen Blutzellen, die entarten, sich dann unkontrolliert vermehren und sich nicht mehr zu normalen Blutzellen weiterentwickeln. Bei der myeloischen Leukämie handelt es sich um Vorläuferzellen der Granulozyten (das sind die "klassischen" weißen Blutkörperchen), bei der lymphatischen Leukämie um Vorläuferzellen der Lymphozyten.


Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 



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