Was ist der Unterschied zwischen einer akuten und chronischen Leukämie?

Leukämie ist nicht gleich Leukämie. Es gibt verschiedenste Krankheitsbilder, die unter dem Oberbegriff Leukämie zusammengefasst werden. Grundsätzlich wird dabei zwischen akuten und chronischen Leukämien unterschieden.

Der wesentliche Unterschied zwischen akuten und chronischen Leukämien ist die Verlaufsform. Akute Leukämien entwickeln sich schnell und äußern sich in akut einsetzenden, recht heftigen Symptomen. Die chronischen Leukämieformen beginnen dagegen eher langsam und schleichend, die Beschwerden sind gerade zu Beginn oft nicht so stark ausgeprägt. Betrachtet man die sich unkontrolliert vermehrenden Blutzellen, handelt es sich bei akuten Leukämien um noch relativ undifferenzierte Blutzellen (junge Blutzellen), bei den chronischen Leukämien um ausdifferenziertere, "erwachsene" Blutzellen.

Akute Leukämie eher im Kindesalter

Die chronischen Leukämie-Formen kommen praktisch nur im Erwachsenenalter vor, während die akuten Leukämien auch im Kindesalter auftreten (die akute lymphatische Leukämie oder "ALL" sogar vor allem im Kindesalter).

Allein die Bezeichnung "akut" oder "chronisch" sagt noch nichts über die Schwere und Prognose der Erkrankung aus, weil es auch hier zahlreiche Unterformen gibt.

Autor:

Google-Anzeigen