Was ist die Grundidee hinter der Stammzelltransplantation bei Leukämie?

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Das Problem an der Behandlung der Leukämie ist, dass es mit der Chemotherapie meist nicht gelingt, wirklich alle Leukämie-Zellen auszulöschen. Um das nämlich zu erreichen, müsste man so hohe Dosen der Zytostatika einnehmen, dass auch alle, oder zumindest zu viele gesunde Knochenmarkzellen vernichtet werden würden.

Der Hintergrund: Fast alle Präparate der Chemotherapie greifen die Leukämie-Zellen an, in dem sie deren Vermehrung, sprich deren Zellteilung unterbinden. Daher auch der Name "Zytostatika" (Zyto = Zelle ; statika = aufhalten). Leider trifft dieser Zellteilungs-Angriff aber nicht nur die Tumorzellen, sondern auch die blutbildenden Zellen im Knochenmark. Und von diesen lebenswichtigen "jungen" Blutzellen (Stammzellen) dürfen nicht zu viele kaputt gehen.

 

Höhere Dosis der Chemotherapie möglich

Womit wir endlich den Bogen zur Stammzelltransplantation geschlagen haben. Das Prinzip: Man dosiert die Chemotherapie doch so hoch, dass alles kaputt geht, also Leukämie-Zellen und Knochenmarkzellen, und transplantiert dann unmittelbar danach neue Stammzellen ins Knochenmark, um die lebensgefährliche Lücke sofort wieder zu schließen. Die transplantierten Stammzellen können dabei von einem passenden Spender stammen oder sogar von einem selbst, wenn früher welche entnommen wurden.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 



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Allogen ist ein Begriff aus der Transplantationsmedizin und bedeutet: Das Spendermaterial stammt von einem anderen Menschen. Eine allogene Knochenmarktransplantation ist also eine Knochenmarkspende, bei der das Spender-Knochenmark von jemand anders ...

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Autolog ist ein Begriff aus der Transplantationsmedizin und bedeutet: Das gespendete Gewebe stammt von einem selbst. Im Falle einer autologen Stammzelltransplantation wurde meist bei früherer Gelegenheit Knochenmark entnommen und ...

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Erythrozyten

Die roten Blutkörperchen oder roten Blutzellen werden im Fach-Jargon Erythrozyten genannt. Ihre wesentliche Aufgabe ist der Sauerstofftransport im ...

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HU

HU ist die Abkürzung von Hydroxyurea, dem englischen Wort für Hydroxyharnstoff. Hydroxyharnstoff wiederum ist ein gängiges Medikament in der ...

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Rezidiv ist der medizinische Fachbegriff für einen Rückfall, also für das Wiederauftreten einer Erkrankung. Im Falle der Leukämie bedeutet Rezidiv, dass neue Leukämiezellen im Körper aufgetreten ...

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Remission nennt man bei der Leukämie eine komplette Zurückdrängung der Erkrankung. Oder anders ausgedrückt: einen Zustand, in dem die Leukämiezellen weder im Knochenmark noch im Blut nachweisbar ...

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Liquor ist der medizinische Fachbegriff für die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Bei der Lumbalpunktion (z.B. im Rahmen der ALL-Diagnostik) wird Liquor entnommen und ...

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Lumbalpunktion

Die Lumbalpunktion dient der Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit. Diese Untersuchung kann bei der Akuten Lymphatischen Leukämie (ALL) sinnvoll sein, wenn es darum geht, einen möglichen Befall des Nervengewebes ...

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MDS

MDS steht für "myelodysplastische Syndrome". Dabei handelt es sich um Vorstufen von Leukämien, die in echte Leukämie übergehen können (aber nicht ...

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CLL

CLL ist die Abkürzung für die "chronische lymphatische Leukämie"....

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ALL

ALL ist die Abkürzung für die "akute lymphatische Leukämie". Lymphatisch bedeutet, dass die Leukämie im Gegensatz zu den myeloischen Leukämie-Formen nicht von den Granulozyten, sondern von den Vorläuferzellen der Lymphozyten ...

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CML

CML ist die Abkürzung für die "chronische myeloische Leukämie"....

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AML

AML ist die Abkürzung für die "akute myeloische Leukämie". Myeloisch bedeutet, dass die Leukämie von den Granulozyten, den Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen ausgeht....

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Unter der Graft-versus-Host-Reaktion (GvHR; deutsch: Transplantat-Wirt-Reaktion; englisch: Graft-versus-Host-Disease (GvHD)) versteht man eine immunologische Reaktion, welche in der Folge einer allogenen Knochenmark- oder Stammzelltransplantation auftreten ...

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