Was versteht man unter Erhaltungstherapie bei CML?
Die chronische myeloische Leukämie lässt sich in ihrem Verlauf unterteilen in längere "chronische" Phasen mit nur geringer Krankheitsaktivität, unterbrochen von akuten Stadien mit massiven Symptomen. Abhängig davon, in welcher Phase sich die Erkrankung gerade befindet, sind unterschiedliche Behandlungsansätze notwendig.
In den chronischen Phasen wird eine sogenannte medikamentöse Erhaltungstherapie durchgeführt. Wie der Name schon sagt, geht es darum, das weitgehend ruhige Stadium so lange wie möglich zu erhalten, also unkontrollierte Wachstumsschübe bei den Leukämiezellen zu unterdrücken. Die am häufigsten eingesetzten Mittel in der Erhaltungstherapie sind Hydroxyharnstoff (von Medizinern auch gern HU genannt; als Abkürzung für das englische Hydroxyurea) und Interferon-alpha (IFN).
Neuerdings werden auch immer häufiger sogenannte Signaltransduktionshemmer wie Imatinib in der Erhaltungstherapie der CML eingesetzt.
Autor: Dr. med. Jörg Zorn
