Grüner Tee hilft bei Leukämie
Es klingt ein bisschen zurück, wurde jetzt aber bei einer bestimmten Leukämie-Form nachgewiesen: Bei der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) kam es unter der Behandlung mit Extrakten aus Grünem Tee bei einem Teil der Betroffenen zu einer nachweisbaren Wirkung.
Die Studie wurde an der berühmten Mayo-Klinik in den USA durchgeführt. Patienten mit CLL bekamen zweimal am Tag einen "Grünen-Tee-Extrakt" verabreicht, der den wesentlichen Wirkstoff EGCG enthielt.
Lymphknoten abgeschwollen, Lymphozyten gesenkt
Das Ergebnis überraschte sogar die Krebsforscher der Mayo-Klinik. Bei der Mehrzahl der Betroffenen, die aufgrund ihrer Leukämie vergrößerte Lymphknoten hatten, kam es zu einer Verkleinerung dieser Knoten, zum Teil um bis zu 50%. Außerdem ging bei einem Drittel der Behandelten die Zahl der Lymphozyten zurück, was bei der chronisch lymphatischen Leukämie als Krankheitsrückgang gewertet wird.
Bisher gibt es keine Behandlungsmethode bei der CLL, die die Leukämie komplett heilt. Da die Erkrankung meist nur langsam voranschreitet, ist aber zum Glück auch oft lange Zeit keine intensive Chemotherapie oder Stammzelltransplantation notwendig. Die chronisch lymphatische Leukämie tritt meist erst in höherem Alter auf.
Für den Grünen Tee ist es nicht die erste Erfolgsmeldung. Seit einigen Jahren häufen sich die Studienergebnisse, in denen Grüner-Tee-Extrakte wirksam bei verschiedensten chronischen Erkrankungen sind. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, über das Thema mit Ihrem Arzt zu sprechen, bevor Sie mit dem vermeintlichen Gesundheitsbrunnen eine Eigentherapie beginnen.
Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 29.05.09
Quelle: Journal of Clinical Oncology, EurekAlert, Mayo Clinic
