Non-Hodgkin-Lyphome: Übergewicht und falsche Ernährung erhöhen das Erkrankungsrisiko

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Warum Non-Hodgkin-Lymphome entstehen, das können selbst Experten nicht so genau erklären. Auf jeden Fall weiß man bisher so wenig darüber, dass kaum Möglichkeiten der Vorbeugung bekannt sind. Doch nun scheint man einen Schritt voran gekommen zu sein. Eine neue Studie deckt auf, dass Übergewicht und die Ernährung im Jugendalter das Risiko für eine Erkrankung erhöhen können.

 

Gemüse gut, Pommes schlecht

Wissenschaftler haben die Daten von rund 47.000 Männern und 91.000 Frauen über einen Zeitraum von 20-30 Jahren ausgewertet. Sie fanden heraus, dass Männer, die im Alter von 18 bis 21 Jahren übergewichtig waren, ein um 65% höheres Risiko für ein Non-Hodgkin-Lymphom hatten als schlanke Männer. Unter den gleichen Vorzeichen lag das höhere Risiko von übergewichtigen Frauen bei 19%.

Die Studie konnte nicht feststellen, dass Nahrungsfette generell zu einer Erhöhung des Erkrankungsrisikos beitragen. Allerdings entwickelten eher die Frauen ein Non-Hodgkin-Lymphom, die größere Mengen an Transfettsäuren verzehrt hatten. Transfettsäuren sind spezielle ungesättigte Fettsäuren, die bei bestimmten Herstellungsprozessen von Lebensmitteln entstehen. Ihnen wurden schädigende Wirkungen auf den Stoffwechsel nachgewiesen.Transfettsäuren sind zum Beispiel reichlich in Pommes frites, Chips oder anderen frittierten Lebensmitteln wie "Chicken Wings" enthalten.

Gemüse hingegen erwies sich als Schutzfaktor. Frauen, die mindestens vier Portionen Gemüse pro Tag zu sich nahmen, hatten ein um 16% vermindertes Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome im Vergleich zu "Weniger-Gemüse-Esserinnen".

 

Hintergrundwissen Non-Hodgkin-Lymphom

Die Deutsche Krebsgesellschaft erklärt Non-Hodgkin-Lymphome so: Es sind bösartige Lymphknotengeschwulste (maligne Lymphome) die von Zellen des lymphatischen Systems ausgehen. Ein Hauptmerkmal sind Schwellungen der Lymphknoten.

Zu den Non-Hodgkin-Lymphomen zählen unter anderem die chronisch lymphatische Leukämie (CLL), die Haarzell-Leukämie, das Multiple Myelom (auch häufig als Plasmozytom bezeichnet) sowie follikuläre Lymphome. Auch Lymphome des Magens (MALT-Lymphom) und der Haut (kutanes T-Zell-Lymphom) gehören zu den niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen.

Die chronisch lymphatische Leukämie wird (trotz ihrer Bezeichnung "Leukämie") auf Grund neuerer molekularbiologischer Erkenntnisse zu den niedrig malignen, leukämisch verlaufenden Lymphomen gezählt. Zu den aggressiven Lymphomen gehören das großzellige B-Zell-Lymphom, mit einem Drittel aller Fälle eines der häufigsten malignen Lymphome.


WANC 26.10.2011
Quelle: 10th AACR International Conference on Frontiers in Cancer Prevention Research

 

 



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