Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Leukämie. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Warum muss man nach einer Stammzelltransplantation so starke Immunblocker einnehmen?
Die größte Gefahr nach einer Stammzelltransplantation ist, dass sich die im Spendermaterial enthaltenen Immunzellen gegen den eigenen Körper wenden. Denn übertragen werden ja mit den Stammzellen auch Vorläuferzellen weißer Blutkörperchen, also, wenn man so will, blutjunge Abwehrzellen. Die können in bestimmten Konstellationen das Körpergewebe, in das sie hineingespendet wurden, als fremd identifizieren und angreifen.
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Wie groß sind die Chancen, einen geeigneten Spender für eine Knochenmarktransplantation zu finden?
In den letzten Jahren hat sich die Situation deutlich verbessert. Vor allem dank einer zunehmenden Zahl an Menschen, die sich zu einer Spende grundsätzlich bereit erklären, und deren Daten in einem der Knochenmarkspende-Register gespeichert sind. In etwa 70% der Fälle hat die Suche nach einem geeigneten Spender heute Erfolg.
Warum muss man sich auch bei einer Stammzelltransplantation einer Chemotherapie unterziehen?
Die Frage ist berechtigt, denn eigentlich gilt die Stammzelltransplantation ja als Alternative zur Chemotherapie. Sogar als bessere Alternative, weil sie im Gegensatz zur Chemotherapie eine komplette Heilung bewirken kann.
Stimmt es, dass man während einer Chemotherapie stärker bluten kann?
Ja. Die Gerinnungsfähigkeit des Blutes kann unter einer Chemotherapie relevant herabgesetzt sein, so dass es selbst bei kleineren Verletzungen stark bluten kann. Um so wichtiger ist, während einer Chemotherapie Tätigkeiten zu vermeiden, die mit einer erhöhten Verletzungsgefahr einhergehen.
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Was sind die häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie?
Pauschal lassen sich die Nebenwirkungen einer Chemotherapie natürlich kaum vorhersagen, weil das von den jeweiligen Medikamenten und deren Dosis abhängt und auch bei jedem anders verläuft. Aber unterm Strich ist es schon so, dass Übelkeit und Erbrechen sowie Haarausfall am häufigsten auftreten.
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Wie kann man sich unter Chemotherapie vor Infektionen schützen?
Während einer Chemotherapie ist die Gefahr für Infektionskrankheiten aller Art deutlich erhöht. Und sie verlaufen oft sehr viel schwerwiegender, weil der Körper sich in dieser Phase nicht so gut wehren kann. Deshalb lautet das oberste Gebot: Die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich minimieren und bei der leisesten Andeutung eines schweren Infekts sofort zum Arzt.
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Was für ein Leukämie-Medikament ist Alemtuzumab (MabCampath®)?
Alemtuzumab (MabCampath®) ist ein sogenannter monoklonaler Antikörper. Er wird gentechnologisch hergestellt. Das Mittel richtet sich gegen ein bestimmtes Oberflächenprotein auf entarteten Lymphzellen und ist zur Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) zugelassen.
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Wie wird eine chronisch lymphatische Leukämie (CLL) behandelt?
Häufig muss die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) über viele Jahre gar nicht behandelt werden. Nur eine regelmäßige Blutbildkontrolle ist dann notwendig. Das hängt damit zusammen, dass die Erkrankung oft nur sehr langsam voranschreitet und kaum Beschwerden verursacht.
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Wie wird eine chronisch-myeloische Leukämie (CML) behandelt?
Die erfolgversprechendste Behandlung der chronisch-myeloischen Leukämie (CML) ist eine Stammzelltransplantation nach einer vorherigen Chemotherapie. Hiermit gelingt oft sogar eine komplette Heilung.
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Stimmt es, dass bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) häufig auch bestrahlt wird?
Ja. Und zwar der Hals- und Kopfbereich. Das hängt damit zusammen, dass die entarteten Bluzellen bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) nicht selten auch das Gehirn befallen.
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Wann spricht man bei akuter Leukämie (ALL oder AML) von Heilung?
Wenn man mit akuter Leukämie nach Abschluss der sogenannten Induktions-Chemotherapie fünf Jahre lang keinen Rückfall erleidet, gilt man als geheilt. Das gilt sowohl für die akute myeloische Leukämie (AML) als auch die akute lymphatische Leukämie (ALL).
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Mit chinesischer Medizin gegen Leukämie
Mit einer Kombination aus Schulmedizin und traditioneller chinesischer Medizin (TCM) können mittlerweile 90% der Fälle einer bestimmten Leukämie-Form geheilt werden: der Promyelozyten-Leukämie. Das berichten zumindest Wissenschaftler aus Bologna, die die beiden medizinischen Richtungen seit Jahren versuchen, systematisch zu kombinieren.
Was bedeutet in der Leukämie-Behandlung Remission?
Mit Remission bezeichnen die Ärzte das erfolgreiche Zurückdrängen der Krebszellen. Der Begriff wird nicht nur bei der Leukämie, sondern auch bei anderen Krebsarten verwandt.
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Tut die Knochenmarkbiopsie weh?
Nein, normalerweise nicht, denn die Untersuchung findet unter örtlicher Betäubung statt. Nur die Spritze zur Betäubung piekt natürlich ein wenig, danach ist die Untersuchung in der Regel schmerzfrei.
Stimmt es, dass Abgeschlagenheit und Infektanfälligkeit auch ein erstes Anzeichen einer Leukämie sein können?
Ja und nein. Tatsächlich beginnt eine Leukämie häufig mit einem sehr unspezifischen Krankheitsbild, das vor allem durch Müdigkeit und Abwehrschwäche gekenzeichnet ist. Allerdings kann eine solche Symptomatik auch eine Vielzahl anderer Ursachen haben. Und in der absoluten Mehrzahl der Fälle steckt etwas Harmloseres dahinter.
Auf welche Weise beseitigen weiße Blutkörperchen Eindringlinge im Körper?
Im dem sie die Eindringlinge auffressen. Der Vorgang ist relativ kompromisslos, Gefangene werden ncht gemacht.
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Welche Arten von weißen Blutkörperchen gibt es?
Im wesentlichen unterscheidet man bei den weißen Blutkörperchen (medizinisch: Leukozyten) drei Gruppen: die Granulozyten, die Lymphozyten und die Monozyten.
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Leukämie: Neue Hoffnung auf Vitamin-A-Säure
Ein bisher nur bei einer einzigen Leukämieform wirksames Medikament könnte durch einen Trick bald auch für andere Leukämie-Arten anwendbar werden. Das berichten britische Wissenschaftler im renommierten Fachblatt Nature.
Kein Leukämie-Risiko in der Nähe von Atomkraftwerken?
Eine Langzeitstudie in der Schweiz hat das Risiko von kindlichen Krebserkrankungen in der Nähe von Kernkraftwerken untersucht. Das Ergebnis: Es wurden keine Hinweise dafür gefunden, dass Leukämie-Erkrankungen häufiger auftreten als anderswo. Das jedenfalls sagen die Studienautoren. Doch es gibt Kritik. Ob Entwarnung gegeben werden kann, ist nach wie vor heftig umstritten.
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Impfung gegen akute Leukämie?
Bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) bleiben bei vielen Patienten nach der Chemotherapie bösartige Zellen im Körper. Wenn die irgendwann wieder aktiv werden, ist die Erkrankung häufig kaum mehr aufzuhalten. Jetzt wird eine Impfung getest, die das Immunsystem stärken soll, um diese restlichen Zellen zu zerstören.
Welches ist die häufigste Leukämie-Form bei Kindern?
Die akute lymphatische Leukämie (ALL). Es handelt sich bei der ALL auch insgesamt um die häufigste Krebsart bei Kindern.
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Welche vier wesentlichen Leukämie-Arten gibt es?
Mittlerweile wird Leukämie meist als Oberbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die mit einer (bösartigen) Störung der Blutbildung einhergehen, verwandt. Im engeren Sinne aber unterscheidet man vor allem vier Leukämie-Formen.
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Warum heißt Leukämie eigentlich Leukämie?
Leukämie bedeutet wörtlich übersetzt "weißes Blut". Da eines der Leitsymptome vieler Leukämie-Formen eine starke Erhöhung der weißen Blutkörperchen (= Leukozyten) ist, entstand historisch die Bezeichnung Leukämie.
Non-Hodgkin-Lyphome: Übergewicht und falsche Ernährung erhöhen das Erkrankungsrisiko
Warum Non-Hodgkin-Lymphome entstehen, das können selbst Experten nicht so genau erklären. Auf jeden Fall weiß man bisher so wenig darüber, dass kaum Möglichkeiten der Vorbeugung bekannt sind. Doch nun scheint man einen Schritt voran gekommen zu sein. Eine neue Studie deckt auf, dass Übergewicht und die Ernährung im Jugendalter das Risiko für eine Erkrankung erhöhen können.
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Wie werden die Stammzellen bei einer Knochenmarkspende "gelagert"?
Das entnommene Knochenmark oder die aus dem Blut herausgewaschenen Stammzellen (heute weitaus häufiger) werden bis zur Weitergabe an den Empfänger tiefgefroren. Nicht in einem herkömmlichen Drei-Sterne-Eisfach, sondern in flüssigem Stickstoff. Temperatur: minus 192 Grad Celsius.
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Was ist eine Leukapherese?
Die Leukapherese ist ein spezielles Verfahren zur "Herauslösung" von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus dem Blut. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Art Blutwäsche, bei der das Körperblut angezapft und durch ein Filtersystem geleitet wird.
Wo entnimmt man bei einer Knochenmarkspende das Gewebe vom Spender?
Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder das Knochenmarkgewebe wird direkt aus dem Knochen entnommen. Genauer gesagt aus dem Beckenkamm. Das passiert unter Narkose, ist also für den Spender ein richtiger operativer Eingriff.
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Was bedeutet Graft-versus-Disease-Reaktion?
Graft-versus-Disease-Reaktion ist ein Fachbegriff aus der Transplantationsmedizin. Er bedeutet, dass das Spendermaterial nicht nur das fehlende eigene Gewebe ersetzt, sondern sich zusätzlich auch noch gegen die Ursachen der Erkrankung richtet (Graft = Transplantat ; versus = gegen ; disease = Krankheit).
Welchen Vorteil haben fremde Stammzellen gegenüber den eigenen?
Bis vor kurzem dachte man, überhaupt keinen. Denn die "fremden" (allogenen) Stammzellen von Knochenmarkspendern bzw. die sich daraus entwickelnden weißen Blutkörperchen betrachten die Körperzellen des Empfängers – obwohl man bei der Auswahl des Spenderknochenmarks eine möglichst große Ähnlichkeit anstrebt – als fremd und greifen sie an: Zum Teil sehr gravierende Nebenwirkungen sind die Folge.
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Was ist der Unterschied zwischen autologer und allogener Stammzelltransplantation?
Man spricht von autologer Stammzelltransplantation, wenn die Stammzellen von einem selbst stammen, also zum Beispiel zuvor entnommen und konserviert wurden. Bei der allogenen Stammzelltransplantation stammen die Zellen hingegen von einem Spender, also einer anderen Person.
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Stimmt es, dass man eine Leukämie mit einer Stammzelltransplantation heilen kann?
Ja. Diese Behandlungsmethode bietet zumindest die besten Chancen. Wenn nach der hochdosierten Chemotherapie tatsächlich alle Leukämie-Zellen abgetötet worden sind und mit den transplantierten Stammzellen neue Blutzellen gebildet werden, ist die Leukämie dauerhaft geheilt.
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Stammzelltransplantation: Wie gelangen die Stammzellen eigentlich ins Knochenmark?
Bei einer Stammzelltransplantation werden die Stammzellen gemeinhin in eine Armvene gesprritzt. Von dort aus finden sie selbst ihren Weg zum Knochenmark. Erst dort siedeln sie sich an und beginnen sich zu vermehren.
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Was ist die Grundidee hinter der Stammzelltransplantation bei Leukämie?
Das Problem an der Behandlung der Leukämie ist, dass es mit der Chemotherapie meist nicht gelingt, wirklich alle Leukämie-Zellen auszulöschen. Um das nämlich zu erreichen, müsste man so hohe Dosen der Zytostatika einnehmen, dass auch alle, oder zumindest zu viele gesunde Knochenmarkzellen vernichtet werden würden.
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Kann man mit Imatinib eine Leukämie (CML) heilen?
Das ist derzeit (Stand: Frühjahr 2011) noch unklar. Es fehlt bisher an Langzeitstudien, die eine genaue Beurteilung darüber zulassen, ob Imatinib eine chronische myeloische Leukämie (CML) evtl. sogar komplett heilen kann.
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Mit welchen Nebenwirkungen muss man unter der Behandlung mit Imatinib rechnen?
Insgesamt ist Imatinib – verglichen mit einer Chemotherapie – ein relativ gut verträgliches Medikament. Dennoch muss man auch unter Imatinib mit Nebenwirkungen rechnen.
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Kann Imatinib auch dann noch eingesetzt werden, wenn eine Behandlung mit Interferon nicht mehr anschlägt?
Ja. Imatinib hat ja einen völlig anderen Wirkmechanismus als Interferon alpha und zeigt daher oft auch dann noch Behandlungserfolge, wenn die Gabe von Interferon keine Wirkung mehr erzielt hat.
Auf welche Weise fördert das Philadelphia-Chromosom die Entstehung einer Leukämie?
Beim Philadelphia-Chromosom handelt es sich um eine erworbene (also nicht angeborene) Gen-Mutation. Dabei liegt ein Stück von Chromosom 22 auf dem Chromosom 9 und umgekehrt.
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Auf welche Weise wirkt Imatinib?
Imatinib ist ein sogenannter Signaltransduktionshemmer (Abkürzung: STI für Signal-Transduktions-Inhibitor). Hinter diesem ungelenken Begriff verbirgt sich ein Wirkmechanismus, der den klassischen Chemotherapeutika in der Leukämiebehandlung vom Prinzip her überlegen ist.
Was versteht man unter Erhaltungstherapie bei CML?
Die chronische myeloische Leukämie lässt sich in ihrem Verlauf unterteilen in längere "chronische" Phasen mit nur geringer Krankheitsaktivität, unterbrochen von akuten Stadien mit massiven Symptomen. Abhängig davon, in welcher Phase sich die Erkrankung gerade befindet, sind unterschiedliche Behandlungsansätze notwendig.
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Was versteht man unter allogener Transplantation?
Eine allogene Transplantation bezeichnet die Übertragung von Blutstammzellen von einem passenden Spender auf den Empfänger. Bei der chronisch myeloischen Leukämie ist eine allogene Transplantation (nach vorausgegangener Chemotherapie) die einzige Chance auf dauerhafte Heilung.
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