Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Leukämie auf einen Blick

Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Leukämie.

Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein.

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Welche vier wesentlichen Leukämie-Arten gibt es?

Mittlerweile wird Leukämie meist als Oberbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die mit einer (bösartigen) Störung der Blutbildung einhergehen, verwandt. Im engeren Sinne aber unterscheidet man vor allem vier Leukämie-Formen.

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Was ist eine Splenomegalie?

Mit einer Splenomegalie bezeichnen Ärzte eine vergrößerte Milz. Insbesondere bei der chronisch myeloischen Leukämie (CML) ist das ein häufiger Befund, zumindest in den aktiven Krankheitsphasen. Denn da auch die Milz zur Blutbildung befähigt ist, übernimmt sie bei der CML in solchen Phasen die Produktion von Blutzellen. Und weil sie dann sehr viel mehr zu tun hat als normalerweise, wird sie größer.

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Warum ist bei einer chronisch myeloischen Leukämie die Größe der Milz so wichtig?

Weil die Größe der Milz sehr viel über die Krankheitsaktivität aussagt. Ist die Milz stark vergrößert, spricht dies für eine sehr aktive Phase der Leukämie. Wird sie hingegen wieder kleiner, ist die Leukämie mit hoher Wahrscheinlichkeit gut unter Kontrolle.

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CML: Wie lange muss man Imatinib (Glivec) einnehmen?

In der Regel lebenslang. Denn die Behandlung mit Imatinib (Handelsname: Glivec®) dient ja dem Zweck, einen Rückfall der Erkrankung möglichst lange zu unterdrücken. Das gelingt aber nur, solange man die Medikamente auch einnimmt.

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Welches Medikament ist bei der chronisch myeloischen Leukämie (CML) erste Wahl?

Nach derzeitigem Stand (2014) Imatinib. Das Medikament wird unter dem Namen Glivec® vertrieben. Im Gegensatz zur klassischen Chemotherapie bei Leukämie handelt es sich bei Imatinib um einen Arzneistoff, der sehr spezifisch auf Leukämie-Zellen wirkt. Damit werden kaum gesunde Körperzellen geschädigt, wie das bei der herkömmlichen Chemotherapie der Fall ist. Das bedeutet vor allem weniger Nebenwirkungen.

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Warum muss man während einer Knochenmarktransplantation auf die Isolierstation?

Um sich vor schweren Infektionen zu schützen. Denn die körpereigene Abwehr wird durch die der Knochenmarktransplantation vorgeschaltete Chemotherapie und Ganzkörperbestrahlung praktisch schachmatt gesetzt. In den Tagen vor und nach der Stammzelltransplantation ist damit jeder herumfliegende Keim extrem gefährlich.

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Welche Nebenwirkungen hat die Knochenmarktransplantation?

Die bedeutendste Nebenwirkung der Knochenmarktransplantation (bzw. Stammzelltransplantation) ist die stark verringerte Immunabwehr. Daran schuld ist gar nicht die Einschleusung der neuen Stammzellen, sondern die vorherige, hochdosierte Chemotherapie und Strahlentherapie. Die gehört zwingend zu dieser Behandlung, weil erst alle alten Leukämie-Zellen vernichtet werden müssen, damit die transplantierten Blutstammzellen das Zepter in die Hand nehmen können. Aber eben diese vorangehende Behandlung setzt die körpereigene Abwehr für eine gewisse Zeit auf ein Minimum herab.

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Kind mit Leukämie: Gibt es auch alternative bzw. natürliche Behandlungsmethoden?

Eine noch kleine, aber wachsende Zahl von Kliniken bietet bei Leukämie auch alternative Methoden an. Wohlgemerkt in Ergänzung, nicht als Ersatz der schulmedizinischen Behandlung. Dabei geht es meistens um eine unterstützende oder die Begleiterscheinungen der Standardtherapie abmildernde Wirkung.

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Wie hoch ist das Rückfallrisiko für Kinder nach Abschluss einer Leukämie-Behandlung?

So pauschal lässt sich das leider nicht beantworten. Es gibt für die Rückfallquote keine allgemein gültigen Zahlen, was vor allem daran liegt, dass es so viele verschiedene Leukämie-Formen gibt.

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Wie groß sind die Chancen, einen geeigneten Spender für eine Knochenmarktransplantation zu finden?

In den letzten Jahren hat sich die Situation deutlich verbessert. Vor allem dank einer zunehmenden Zahl an Menschen, die sich zu einer Spende grundsätzlich bereit erklären, und deren Daten in einem der Knochenmarkspende-Register gespeichert sind. In etwa 70% der Fälle hat die Suche nach einem geeigneten Spender heute Erfolg.

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Was sind die häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie?

Pauschal lassen sich die Nebenwirkungen einer Chemotherapie natürlich kaum vorhersagen, weil das von den jeweiligen Medikamenten und deren Dosis abhängt und auch bei jedem anders verläuft. Aber unterm Strich ist es schon so, dass Übelkeit und Erbrechen sowie Haarausfall am häufigsten auftreten.

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Wie kann man sich unter Chemotherapie vor Infektionen schützen?

Während einer Chemotherapie ist die Gefahr für Infektionskrankheiten aller Art deutlich erhöht. Und sie verlaufen oft sehr viel schwerwiegender, weil der Körper sich in dieser Phase nicht so gut wehren kann. Deshalb lautet das oberste Gebot: Die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich minimieren und bei der leisesten Andeutung eines schweren Infekts sofort zum Arzt.

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Was für ein Leukämie-Medikament ist Alemtuzumab (MabCampath®)?

Alemtuzumab (MabCampath®) ist ein sogenannter monoklonaler Antikörper. Er wird gentechnologisch hergestellt. Das Mittel richtet sich gegen ein bestimmtes Oberflächenprotein auf entarteten Lymphzellen und ist zur Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) zugelassen.

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Wie wird eine chronisch lymphatische Leukämie (CLL) behandelt?

Häufig muss die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) über viele Jahre gar nicht behandelt werden. Nur eine regelmäßige Blutbildkontrolle ist dann notwendig. Das hängt damit zusammen, dass die Erkrankung oft nur sehr langsam voranschreitet und kaum Beschwerden verursacht.

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Wann spricht man bei akuter Leukämie (ALL oder AML) von Heilung?

Wenn man mit akuter Leukämie nach Abschluss der sogenannten Induktions-Chemotherapie fünf Jahre lang keinen Rückfall erleidet, gilt man als geheilt. Das gilt sowohl für die akute myeloische Leukämie (AML) als auch die akute lymphatische Leukämie (ALL).

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Was bedeutet in der Leukämie-Behandlung Remission?

Mit Remission bezeichnen die Ärzte das erfolgreiche Zurückdrängen der Krebszellen. Der Begriff wird nicht nur bei der Leukämie, sondern auch bei anderen Krebsarten verwandt.

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Tut die Knochenmarkbiopsie weh?

Nein, normalerweise nicht, denn die Untersuchung findet unter örtlicher Betäubung statt. Nur die Spritze zur Betäubung piekt natürlich ein wenig, danach ist die Untersuchung in der Regel schmerzfrei.

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Welche Arten von weißen Blutkörperchen gibt es?

Im wesentlichen unterscheidet man bei den weißen Blutkörperchen (medizinisch: Leukozyten) drei Gruppen: die Granulozyten, die Lymphozyten und die Monozyten.

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Leukämie: Neue Hoffnung auf Vitamin-A-Säure

Ein bisher nur bei einer einzigen Leukämieform wirksames Medikament könnte durch einen Trick bald auch für andere Leukämie-Arten anwendbar werden. Das berichten britische Wissenschaftler im renommierten Fachblatt Nature.

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Welches ist die häufigste Leukämie-Form bei Kindern?

Die akute lymphatische Leukämie (ALL). Es handelt sich bei der ALL auch insgesamt um die häufigste Krebsart bei Kindern.

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Was ist eine Leukapherese?

Die Leukapherese ist ein spezielles Verfahren zur "Herauslösung" von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus dem Blut. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Art Blutwäsche, bei der das Körperblut angezapft und durch ein Filtersystem geleitet wird.

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Wo entnimmt man bei einer Knochenmarkspende das Gewebe vom Spender?

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder das Knochenmarkgewebe wird direkt aus dem Knochen entnommen. Genauer gesagt aus dem Beckenkamm. Das passiert unter Narkose, ist also für den Spender ein richtiger operativer Eingriff.

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Was ist der Unterschied zwischen autologer und allogener Stammzelltransplantation?

Man spricht von autologer Stammzelltransplantation, wenn die Stammzellen von einem selbst stammen, also zum Beispiel zuvor entnommen und konserviert wurden. Bei der allogenen Stammzelltransplantation stammen die Zellen hingegen von einem Spender, also einer anderen Person.

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Stimmt es, dass man eine Leukämie mit einer Stammzelltransplantation heilen kann?

Ja. Diese Behandlungsmethode bietet zumindest die besten Chancen. Wenn nach der hochdosierten Chemotherapie tatsächlich alle Leukämie-Zellen abgetötet worden sind und mit den transplantierten Stammzellen neue Blutzellen gebildet werden, ist die Leukämie dauerhaft geheilt.

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Kann man mit Imatinib eine Leukämie (CML) heilen?

Das ist derzeit (Stand: Frühjahr 2011) noch unklar. Es fehlt bisher an Langzeitstudien, die eine genaue Beurteilung darüber zulassen, ob Imatinib eine chronische myeloische Leukämie (CML) evtl. sogar komplett heilen kann.

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Auf welche Weise fördert das Philadelphia-Chromosom die Entstehung einer Leukämie?

Beim Philadelphia-Chromosom handelt es sich um eine erworbene (also nicht angeborene) Gen-Mutation. Dabei liegt ein Stück von Chromosom 22 auf dem Chromosom 9 und umgekehrt.

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Welche Behandlung bietet bei CML Chancen auf dauerhafte Heilung?

Eine hochdosierte Chemotherapie (evtl. ergänzt um eine Ganzkörperbestrahlung) und eine nachfolgende Transplantation von Blutstammzellen. Leider kommt diese Behandlung aber nur für etwa 15% der Betroffenen in Betracht.

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Wann kommt Imatinib (Glivec®) zur Behandlung der ALL in Betracht?

Imatinib (Markenname Glivec®) ist ein sogenannter Signaltransduktionshemmstoff. Dieses noch relativ neue Medikament hemmt spezifisch das Wachstum von Leukämiezellen.

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Wie lange wird die Chemotherapie bei AML fortgeführt?

In der Regel mindestens ein bis anderthalb Jahre. Bei neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) beginnt man die Behandlung mit ein oder zwei Zyklen einer hochdosierten Chemotherapie. Diese einleitende Behandlung nennt man auch Induktionschemotherapie.

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Was versteht man unter Induktionschemotherapie bei AML?

Die Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) beginnt in der Regel mit ein oder zwei Zyklen einer hochdosierten Chemotherapie. Diese einleitende Behandlung, die die Leukämiezellen akut zurückdrängt, nennt man auch Induktionschemotherapie.

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Wie hoch ist die Zahl der weißen Blutkörperchen bei chronischer Leukämie?

In der Regel deutlich erhöht. Bei der CML (Chronisch Myeloische Leukämie) kann es zu Werten von 200.000 bis 500.000 pro Mikroliter (µl) kommen.

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Was für Symptome verursacht eine akute Leukämie zu Beginn?

Eine Leukämie kann zu Beginn eine ganze Reihe verschiedener Symptome und Beschwerden hervorrufen. Typisch bei akuten Leukämien ist ein relativ plötzlich einsetzendes starkes Krankheitsgefühl aus völliger Gesundheit heraus. Dagegen setzt die Symptomatik bei chronischen Leukämie-Formen eher schleichend ein.

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Was für Symptome verursacht eine chronische Leukämie zu Beginn?

Eine chronische Leukämie beginnt meistens schleichend und bleibt oft lange Zeit unbemerkt. Nicht selten wird sie erst im Rahmen einer Routineuntersuchung entdeckt. Zwar geht sie meist auch schon zu Beginn mit Beschwerden einher; diese sind aber so uncharakteristisch, dass sie nicht als Leukämie-Zeichen gewertet werden.

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Wird das Risiko für eine Leukämie vererbt?

Nein, zumindest nicht in klassischem Sinne. Es sind Fälle beschrieben, in denen in bestimmten Familien aufgrund von Gendefekten gehäuft Leukämien auftraten, aber eine typische Erbkrankheit ist die Leukämie deswegen nicht.

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Was bedeutet das "Philadelphia-Chromosom" bei einer Leukämie?

Bei Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie ist in 90% der Fälle eine ganz bestimmte Chromosomen-Veränderung nachweisbar. Dabei liegt ein Stück von Chromosom 22 auf dem Chromosom 9 und umgekehrt.

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Gibt es Medikamente, die das Leukämie-Risiko erhöhen?

Ja, vor allem bestimmte Wirkstoffe in der Chemotherapie einer Krebserkrankung können langfristig das Risiko für eine Leukämie erhöhen. Das gilt insbesondere für sogenannte Alkylanzien.

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Wie kann man einer Leukämie vorbeugen?

Das ist nur sehr eingeschränkt möglich, da bei den meisten Leukämie-Fällen völlig unklar bleibt, warum und wodurch sie entstanden sind. Anders als z.B. beim Lungenkrebs gibt es also keine bekannten Alltags-Risikofaktoren, die man vermeiden kann.

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Erhöht Radioaktivität das Leukämie-Risiko?

Ja, zumindest bei hohen Dosen radioaktiver Strahlen ist ein erhöhtes Leukämie-Risiko nachgewiesen. So kam es im Umfeld der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki nach den Atombombenabwürfen von 1945 zu deutlich gehäuften Leukämie-Fällen, vor allem akuten Leukämien.

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