Kopfschmerzen im Alter: vieles anders

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Immer häufiger suchen alte Menschen wegen Kopfschmerzen den Arzt auf. Das liegt nicht nur daran, dass es immer mehr alte Menschen gibt, sondern auch daran, dass Kopfschmerzen im Alter häufiger vorkommen. Allerdings ist bei älteren Menschen vieles anders.

Zum Beispiel kommt es im Gegensatz zu jüngeren Leuten häufiger zu sogenannten sekundären Kopfschmerzen. Das sind solche, die aufgrund eines anderen Problems ("sekundär") entstehen. Typische Ursachen sind Durchblutungsstörungen im Gehirn, Medikamenten-Nebenwirkungen, manchmal aber auch bösartige Erkrankungen. Bei über 65jährigen handelt es sich in 15% der Fälle um solche sekundären Kopfschmerzen, wie Dr. Stefanie Förderreuther von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) erläuterte.

 

Bei Medikamentenwahl auf Begleiterkrankungen achten

Auch bei der Behandlung müssen ältere Kopfschmerz-Patienten einige Besonderheiten beachten, so Förderreuther. Vor allem Begleiterkrankungen der Gefäße, der Nieren und auch der Psyche seien wichtig zu bedenken, weil sie Einfluss auf die richtige Wahl der Medikation hätten.

Eine Studie der DMKG soll sich jetzt diesen Besonderheiten etwas genauer widmen. Denn noch, so die einhellige Expertenansicht, ist viel zu wenig über die altersspezifischen Anforderungen bekannt.


WANC 27.06.2011
Quelle: Internationaler Kopfschmerzkongress, Berlin

 



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