Magenkeim Helicobacter pylori: Häufiger Migräne-Attacken

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Der berüchtigte Magenkeim "Helicobacter pylori", der vor allem als Auslöser von Magengeschwüren gilt, scheint auch bei der Migräne eine Rolle zu spielen. Ein Wissenschaftler-Team aus dem Iran hat zumindest nachweisen können, dass die Migränebeschwerden zunehmen, wenn das Bakterium im Magen-Darm-Trakt haust.

Sie beobachteten über ein Jahr etwas über 100 Migränepatienten. Bei allen wurde zuvor getestet, ob der Keim vorhanden ist oder nicht. Dazu muss man wissen, dass Vielen die Magenbesiedelung mit Helicobacter pylori gar nicht bewusst ist, weil er längst nicht immer Beschwerden macht.

Das Ergebnis: Diejenigen mit Helicobacter im Magen hatten im Schnitt drei Tage mehr pro Monat unter ihrer Migräne zu leiden als die "Keimlosen" (11 Tage versus 8 Tage).

Die persischen Ärzte empfehlen daher, bei jedem Migränepatienten auf das Vorhandensein von Helicobacter zu testen. Argument: Dann wisse man schon vorab, ob mit häufigeren Beschwerden zu rechnen ist. Bis das eine Routine-Maßnahme in der Praxis wird, sind aber sicher noch weitere, bestätigende Untersuchungen notwendig.


WANC 07.06.2011
Quelle: 21. Jahreskongress der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS), Abstract P941: Association of Helicobacter pylori infection with severity of migraine headache

 



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