Wodurch wirkt der Wein-Stoff Resveratrol entzündungshemmend?

Die entzündungshemmende Wirkung von Resveratrol ist schon länger bekannt. Jüngst haben Forscher einen konkreten Wirkmechanismus dafür entdeckt. Der Naturstoff, der v.a. im Rotwein aber auch diversen Beeren enthalten ist, unterdrückt die Bildung von Entzündungsfaktoren. Wie das genau vor sich geht, ist etwas kompliziert, aber interessant.

Herstellung von Entzündungs-Botenstoffen wird behindert

Resveratrol

Resveratrol ist chemisch ein Polyphenol-Abkömmling. Der Naturstoff dockt sich im Körper an ein Protein mit dem vertrauenserweckenden Namen KSRP an und aktiviert es dabei. KRSP wiederum hat im Körper die Aufgabe, Entzündungsreaktionen zu unterdrücken. Das tut KSRP (KH-type splicing regulatory protein), in dem es die Herstellung mehrerer Entzündungs-Botenstoffe blockiert. Genauer gesagt behindert KSRP bei der Eiweißsynthese dieser Botenstoffe die Übersetzung von DNA in RNA. Werden diese Entzündungsstoffe nicht gebildet, können sie auch keine chronischen Entzündungsprozesse unterhalten.

Für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall spielen solche Entzündungsprozesse eine wichtige Rolle. Entsprechend groß sind die therapeutischen Hoffnungen, die in den Naturstoff Resveratrol gesetzt werden. Der findet sich erfreulicherweise im Wein. In geringerer Konzentration auch in Weintrauben, Himbeeren und Erdnüssen. Und in höherer Konzentration in einigen Nahrungsergänzungsmitteln.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

 

Weitere Informationen zu Beta-Glukanen, Reveratrol und zur Alge Arthrospira platensis finden Sie hier.

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