Wieso ist Glutamin gut für das Immunsystem?

L-Glutamin - Immunsystem - AbwehrkraftDie Aminosäure Glutamin spielt für das Immunsystem eine bedeutende Rolle. Der Grund: Sie ist maßgeblich an der Produktion von Abwehrzellen beteiligt. Und auch an deren Energieversorgung.

Glutamin: Baustoff und Brennstoff

Zur Erklärung: Immunmoleküle, Abwehrzellen und lymphatische Organe bestehen überwiegend aus Eiweiß. Sie benötigen deshalb Aminosäuren als Bausteine.

Und das sehr schnell, wenn es etwa gilt, eine akute Virusinfektion abzuwehren, bei der sich die Erreger binnen Stunden milliardenfach vermehren.

Ein Pool freier Aminosäuren befindet sich im Blut, Glutamin macht davon mit 20% den größten Anteil aus. Das bedeutendste Aminosäure-Vorkommen im Körper findet sich aber in den Muskeln. Dort wird in Zeiten der Krankheitsabwehr der Glutamin-Abbau um das 5- bis  10-fache gesteigert. Das ist nötig, weil Glutamin nicht nur als Baustoff herhält, sondern auch als Brennstoff. Immunzellen bedienen sich zur Energiegewinnung nämlich nicht des Zuckers wie andere Zellen, sondern verbrennen Glutamin.

Körpereigene Fress- und der Killerzellen brauchen Glutamin

Bei Mangel an Glutamin nimmt die Aktivität der körpereigenen Fress- und der Killerzellen ab. Die eingedrungenen Mikroben können dann nicht mehr so effektiv bekämpft werden und möglicherweise die Immunabwehr in die Knie zwingen.

Etwas verwirrend ist, dass Glutamin als nicht-essentielle Aminosäure bezeichnet wird. Das bedeutet nicht, dass die Substanz verzichtbar wäre. Sondern, dass sie im Körper aus anderen Aminosäuren hergestellt werden kann und nicht unbedingt mit der Nahrung zugeführt werden muss. Außer Sie möchten lieber auf Nummer sicher gehen. Ein Experten-Tipp empfiehlt zwei Esslöffel Glutamin-Pulver täglich. Einen morgens, einen abends.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Google-Anzeigen