Warum ist es bei der antiretroviralen Therapie so wichtig, die Medikamente ohne Unterbrechung und möglichst hochdosiert einzunehmen?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Das wichtigste Ziel der medikamentösen Behandlung ist die Verringerung der "Viruslast". Das heißt, die Zahl der aktiven Viren soll so weit heruntergeschraubt werden wie nur irgend möglich.

Wird eine solche Behandlung inkonsequent durchgeführt, zum Beispiel indem die Therapie unterbrochen oder die Dosis stark reduziert wird, steigt das Risiko, dass sich die Viren auf die Medikamente einstellen und resistent werden. Denn leider ist das HI-Virus extrem wandlungsfähig und auch in der Lage, bei Kontakt mit Angreifern (den antiviralen Wirkstoffen) Gegenmaßnahmen zu ergreifen, so dass es unempfindlich gegen die Therapie wird.

Deshalb gilt: Gerade zu Beginn Unterbrechungen der Behandlung unbedingt vermeiden und in der Dosis in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt die tolerable Höchstdosis anpeilen. Die Resistenzgefahr ist auch einer der Gründe, warum fast immer mehrere antiretrovirale Wirkstoffe parallel eingesetzt werden.

 

 



Share on Facebook: Das gefällt mir

Diesen Artikel zum eigenen Facebook-Profil posten. Hier einfach klicken

Lexikon / Glossar

prev
next

Virostatikum

Ein Virostatikum (auch: Virustatikum) ist ein Medikament, das die Vermehrung bestimmter Viren hemmen kann, indem es in deren Vermehrungs- ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

Transmission

Transmission ist der medizinische Fachbegriff für die Übertragung von ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

HSV

HSV ist die Abkürzung für das Herpes-simplex-Virus. Dieser Erreger, der zu den bekannten Infektionen im Gesicht oder im Genitalbereich führt, ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

CMV

CMV ist die Abkürzung für das ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

Tbc

Tbc ist die Kurzbezeichnung für ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

HIVE

HIVE ist die Abkürzung für HIV-assoziierte Enzephalopathie. Siehe ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

HIV-assoziierte Enzephalopathie

Die HIV-assoziierte Enzephalopathie gehört zu den sogenannten Aids-definierenden Erkrankungen. Dabei kommt es zu einer Infektion des Nervengewebes, die in einer ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

Wasting-Syndrom

Das Wasting-Syndrom beschreibt einen Beschwerdekomplex, bestehend aus starkem Gewichtsverlust, anhaltenden Durchfällen und ausgeprägter ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

Aids

Aids ist die Abkürzung von "Acquired immunodeficiency syndrome", was auf deutsch "erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom" ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

HIV

HIV ist die Abkürzung für das "Human Immunodeficiency Virus", als das Virus, welches die Erkrankung Aids ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

Opportunistischer Erreger

Unter opportunistischen Erregern versteht man Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten, die sich eine Primärerkrankung und die dadurch geschwächte Verfassung des ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

Simiane Immundefizienz-Virus (SIV)

Das Simiane Immundefizienz-Virus (SIV, engl. simian immunodeficiency virus, simian = Affen-, affenartig) ist ein Retrovirus und gilt als Ursprungsvirus für ...

HIV und AIDS

Weiterlesen

Grundlagenwissen zu HIV und AIDS

prev
next

Epidemiologie

Die Prävalenzratio beträgt weltweit 0.0059, in Deutschland 0.0007, in Österreich 0.0011 (Stand 2006). Aus epidemiologischer Sicht ist das weltweite Verteilungsmuster ...

AIDS

Weiterlesen

Definition und Klassifikation

Klassifikation im ICD-10 Im ICD-10 können zahlreiche Krankheiten als Folge einer HIV-Infektion codiert werden, beziehungsweise auch die HIV-Infektion ohne Symptome. Die ...

AIDS

Weiterlesen

Übertragung

Das HI-Virus wird mit den Körperflüssigkeiten Blut, Sperma, Vaginalsekret, Liquor cerebrospinalis und Muttermilch übertragen. Potentielle Eintrittspforten sind frische, noch blutende ...

AIDS

Weiterlesen

Ansteckungswahrscheinlichkeit

Übertragung Mutter/Kind Die Infektionswahrscheinlichkeit von der unbehandelten Mutter auf das Kind während der natürlichen Geburt wird, je nach Studie, mit zehn ...

AIDS

Weiterlesen

Krankheitsverlauf

Eine HIV-Infektion verläuft in vier Phasen: Akute Phase (vier bis sechs Wochen) Zwei bis sechs Wochen nach einer Infektion können grippeähnliche Symptome ...

AIDS

Weiterlesen

Wirkstoffe

Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) Nukleosid-Analoga, auch Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI, umgangssprachlich „Nukes“) genannt, setzen an der reversen Transkriptase an, einem Enzym des HI-Virus, ...

AIDS

Weiterlesen

Experimentelle Therapien

Maturations-Inhibitoren Maturations-Inhibitoren („Reifungshemmer“) hemmen die Knospung neuer Virionen. Wie bei den Integrasehemmern wurde 2005 erstmals in vivo eine antiretrovirale Wirkung nachgewiesen. ...

AIDS

Weiterlesen

Rote Schleife

Die Rote Schleife (englisch Red Ribbon) ist das weltweite Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken. Die Farbe Rot hat ...

AIDS

Weiterlesen