Welche Nebenwirkungen können unter Behandlung mit Nukleosid-Analoga (NRTI) auftreten?
Durch den Eingriff in die Doppelstrang-Bildung der DNA sind die möglichen Nebenwirkungen leider sehr zahlreich. Denn neben den Virus-befallenen Zellen werden auch andere Körperzellen von den Nukleosid-Analoga beeinträchtigt - vor allem die sich rasch vermehrenden Zellen.
Häufige Nebenwirkungen sind:
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Völlegefühl oder Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
Vor allem bei längerer Anwendung können außerdem auftreten:
- Laktatazidose (Ansammlung von Milchsäure im Blut)
- Knochenmarksschädigung (besonders gefährlich: Verminderung der roten und weißen Blutkörperchen)
- Nervenschäden
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
- Lipodystrophie (krankhafte Umlagerung von Körperfett)
