Wie kommt es zu einem Lungenhochdruck nach einer Embolie?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Der chronische Lungenhochdruck (chronisch pulmonale Hypertonie) nach einer Lungenembolie kommt durch langfristig verstopfte Lungenarterien zustande. Dies ist der Fall, wenn körpereigene Mechanismen nicht ausreichen, das Blutgerinnsel (den Embolus) abzubauen.

Die Folge ist ein erhöhter Gefäßwiderstand in den Arterien der Lunge und im Lungenkreislauf. Nimmt der Druck weiterhin chronisch zu, kann dies zu einer Schädigung des rechten Herzens führen, was sich in einer Herzschwäche bemerkbar macht.

Ein Lungenhochdruck liegt definitionsgemäß vor, wenn der arterielle Mitteldruck der Lungengefäße um 25 mmHg oder darüber beträgt. Bei Werten zwischen 21 und 24 mmHg spricht man von einem grenzwertigen Bluthochdruck der Lungen.


Autorin: Dr. med. Julia Hofmann
Quelle: Universitätsklinikum des Saarlandes (www.uniklinikum-saarland.de)