Was ist zu tun, wenn der INR-Wert zu hoch ist?
Zu Beginn einer Behandlung mit Gerinnungshemmern wird in der Regel genau festgelegt, wie stark die Gerinnung durch die Blutverdünner eingeschränkt werden soll, wie hoch also der INR-Wert werden darf. Um so höher dieser Wert liegt, um so geringer die Gerinnungsfähigkeit des Blutes und um so höher die Blutungsneigung. Liegt der INR-Wert dann bei einer Kontrollmessung zu hoch (z.B. über 4,5), besteht eine erhöhte Blutungsgefahr. Ist es jedoch bislang zu keiner Blutung gekommen, besteht kein Grund zur Panik: Es gilt dann, Ruhe zu bewahren und die Dosis der Blutverdünner-Tabletten zu senken.
Bei INR-Werten über 5,0 sollte der Arzt informiert werden, um das weitere Vorgehen mit ihm zu besprechen. Und bei auftretenden Blutungen, die sich nicht rasch stillen lassen, gilt natürlich: sofort zum Arzt!
Durch Einnahme von Vitamin-K-Tabletten kann der INR-Wert innerhalb eines Tages vorübergehend gesenkt werden.
