Welche Rolle spielen die Triglyceride?

Unabhängig vom Cholesterinwert sind erhöhte Triglyceridwerte ein Risikofaktor für die Arteriosklerose. Nicht selten sind sowohl die Cholesterinwerte als auch die Triglyceridwerte erhöht. Man spricht dann von kombinierter Fettstoffwechselstörung oder kombinierter Hyperlipidämie.

Triglyceride sind Neutralfette, die zum großen Teil aus der Nahrung stammen, doch auch im Körper aus überschüssigem Zucker hergestellt werden. Sie sind der wichtigste Energielieferant für den Körper. An dem Molekül Glycerin hängen drei Fettsäuren, woraus sich der Name ableitet. Triglyceride werden im Fettgewebe gespeichert und bilden eine Energiereserve.

Grundstruktur der Triglyceride

Triglyceride: Nur im Übermaß ungesund

Fazit: Triglyceride sind an und für sich nicht schlecht. Im Gegenteil, sie werden vom Körper zwingend benötigt. Nur wenn sie im Überschuss vorliegen, ist das ein Alarmsignal. Das gilt übrigens in gleicher Weise auch für Cholesterin.

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Noch ein paar Details: Nach der Nahrungsaufnahme werden Triglyceride im Darm zerlegt und in die Blutbahn aufgenommen. Im Blut werden sie dann wie das Cholesterin an sogenannte Transportproteine gebunden. Diese Transportproteine heißen Chylomikronen und Very Low Density Lipoprotein (VLDL). Chylomikronen transportieren Triglyceride in die Leber, VLDL von der Leber in die Körperzellen.

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Autorin: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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