Wie hoch dürfen die Triglyceride im Blut sein?

Die Messung der Triglyceride im Blut allein ist wenig aussagekräftig. Erst im Zusammenhang mit den Cholesterinwerten lässt sich eine Fettstoffwechselstörung diagnostizieren.

Als Faustregel gilt, dass ein Triglycerid-Wert von 150 mg/dl (1,7 mmol/l) nicht überschritten werden sollte. Das gilt insbesondere für Menschen mit weiteren Risikofaktoren für Herz und Gefäße. Bei Übergewicht, Bewegungsmangel oder Diabetes wird die Einhaltung der 150er-Grenze also noch wichtiger.

Liegen keine solchen weiteren Risiken vor und lebt man einigermaßen gesund (ausgewogene Ernährung, Sport u.s.w.), sind auch Triglyceridwerte zwischen 150 und 200 mg/dl okay. Alles darüber ist dann aber definitiv zu hoch. Und alles über 500 mg/dl ist akut gefährdend.

 

Hintergrundwissen Triglyceride

Die Triglyceride werden in ihrer Bedeutung oft etwas unterschätzt, weil alle Welt nur von Cholesterin spricht. Sie sind aber genauso wichtig. Und im Zweifel genauso gefährlich. Rund 90% der Nahrungsfette, die wir zu uns nehmen, sind Triglyceride. Sie dienen ähnlich wie das Cholesterin als Energiespeicher und können bei Bedarf auch von der Leber gebildet werden. Solange sie nicht im Übermaß zugeführt werden, sind sie also ein völlig normaler und lebenswichtiger Bestandteil des Stoffwechsels.

Soll in einer Blutuntersuchung der Triglyceridwert bestimmt werden, ist es übrigens wichtig, mindestens 12 Stunden zuvor nichts zu essen. Auf Alkohol soll man sogar drei Tage davor verzichten. Ignoriert man das, werden zu hohe Werte gemessen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 





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