Blutdruck besser an beiden Armen messen
Der Blutdruck ssollte am besten immer an beiden Armen gemessen werden. Denn Unterschiede zwischen den beiden Werten können auf eine Gefäßkrankheit mit drohendem Gefäßverschluss hindeuten. Das hat jetzt eine Studie ergeben.
Aus zusammenfassenden Daten verschiedener Studien ergab sich folgendes: Bei Personen, bei denen zwischen den Armen eine Blutdruck-Differenz von 10 mmHg bestand, war die Wahrscheinlichkeit für eine arterielle Verschlusskrankheit deutlich erhöht. Lag der Unterschied gar über 15 mmHg, war auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöht. Das bedeutet unterm Strich ein um 70% vermehrtes Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Dabei macht es im übrigen keinen Unterschied, welcher Arm den höheren bzw. niedrigeren Wert zeigt.
Ärzte fordern nun, das Messen an beiden Armen zur Routineuntersuchung zu machen, um frühzeitig diejenigen Menschen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme zu identifizieren. Bisher wird der Blutdruck fast immer nur an einem Arm gemessen.
WANC 31.01.2012
Quelle: The Lancet, doi:10.1016/S0140-6736(11)61710-8
