In Öl Frittiertes schadet nicht dem Herzen

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Frittierte Lebensmittel wie Pommes Frites sind nicht gerade der Inbegriff einer gesunden Ernährung. Denn beim Garen im heißen Fett entstehen neben Acrylamid auch andere Schadstoffe. Ärzte machen Frittieren aber auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Nun zeigt eine Studie, dass Frittieren mit Oliven- oder Sonnenblumenöl dem Herz nicht schadet.

 

Einmal mehr unterstrichen: Olivenöl ist gesund

Wissenschaftler der Universität Madrid haben die Kochgewohnheiten von rund 40.000 Menschen über einen Zeitraum von elf Jahren verfolgt. Zu Beginn der Studie litt keiner von ihnen unter einer koronaren Herzerkrankung (KHK, Verengung der Herzkranzgefäße). Insgesamt kam es in der Beobachtungszeit zu 606 neuen KHK-Fällen. Und 1.135 der Studienteilnehmer starben. Doch bei denjenigen, die am häufigsten frittierte Lebensmittel verzehrten, war weder ein erhöhtes Auftreten von Herzerkrankungen noch eine gesteigerte Sterblichkeit festzustellen.

Also einmal mehr ein Nachweis, dass Olivenöl und generell mediterrane Ernährung gesünder ist als eine mit viel Fleisch oder panierten Lebensmitteln, wie sie eher in unseren Breitengraden üblich ist. Allerdings muss allen Pommes-Freunden etwas Wasser in den Wein gekippt werden: Denn unabhängig von der Wahl des Fettes bedeutet Frittieren die Aufnahme von vielen Kalorien. Und das kann Übergewicht bedeuten. Und auch Übergewicht ist ein Risikofaktor für Herzprobleme.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 26.01.2011
Quelle: BMJ 2012; 344 doi: 10.1136/bmj.e363