Bluthochdruck behandeln – überaktive Nierennerven ausschalten
An Bluthochdruck erkranken viele. Zahlen einer Gesundheitsstudie besagen, dass 58% der über 30-jährigen unter zu hohem Blutdruck (Hypertonie) leiden. Bei 5% bis 10% der Betroffenen hilft selbst eine Behandlung mit mehreren Medikamenten nicht, den Blutdruck zu senken. Denen soll nun eine neue Methode helfen: die sogenannte renale Denervation.
Bei den genannten Patienten mit ausbleibendem Therapieerfolg scheint es nicht zu gelingen, die Nerven der Nierenarterie, die an der Regulation des Blutdrucks beteiligt sind, unter Kontrolle zu bringen. Deshalb senden sie ständig Signale an das Gehirn, dass zu wenig Blut in der Niere ankommt. Die Hormonantwort sorgt dafür, dass der Blutdruck in die Höhe getrieben wird.
Dagegen wird jetzt die sogenannte renale Denervation eingesetzt. Dabei wird mittels Stromimpulsen das dichte Nervengeflecht verödet, das die Nierenarterie umschlingt. Das Nervengewebe kann nicht nachwachsen, deshalb verringert sich seine blutdrucksteigernde Wirkung. 500 derartige Behandlungen wurden mittlerweile durchgeführt. Über 80% sind laut den Ärzten erfolgreich verlaufen und haben zu einer deutlichen Senkung des Blutdrucks geführt.
WANC 14.12.2011
Quelle: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
