Herzinfarkt: Tageszeit hat Einfluss auf die Schwere

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Welche Einflussfaktoren bestimmen, wie schwer ein Herzinfarkt ist? In einer Beobachtung von rund 1.000 Herzinfarktpatienten ermittelten US-amerikanische Kardiologen, dass das auch von der Tageszeit abhängt, in der der Infarkt auftritt.

Demnach verursacht ein Herzinfarkt die größten Schäden, wenn er zwischen 1 Uhr und 5 Uhr nachts stattfindet. Um bis zu 82% größer fielen die Schädigungen des Herzmuskels aus, wenn der Infarkt in der Nacht geschah. Auch auf die Leistungsfähigkeit des Herzens nach einem Infarkt wirkte sich der Zeitpunkt des Geschehens aus. Sie war deutlich stärker beeinträchtigt, wenn der Infarkt nachts passiert war. Das ist allerdings auch logisch, weil bei größeren Infarkten auch mehr Herzgewebe zerstört wird.

 

Nutzen eher akademischer Natur

Die Ärzte vermuten, dass die Widerstandsfähigkeit des Herzens offensichtlich im Verlaufe des Tages Schwankungen unterliegt und nachts am geringsten ist.

Was diese Erkenntniss bringt? Nicht allzuviel. Denn erstens hoffen wir alle, dass wir überhaupt keinen Herzinfarkt bekommen. Und zweitens haben wir, wenn es doch passiert, keinerlei Einfluss darauf, wann es passiert. Der Zeitpunkt des Herzinfarktes kann aber laut den Studienautoren bei der Abschätzung der Chancen und bei den therapeutischen Maßnahmen berücksichtigt werden.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 09.12.2011
Quelle: Circulation Research (doi: 10.1161/CIRCRESAHA.111.254284)