Testosteronmangel erhöht Herz-Kreislauf-Risiko
Testosteron ist das männliche Sexualhormon. Aber es hat auch Einfluss auf die Entstehung von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen sowie Typ-2-Diabetes. Bei einem niedrigen Testosteronspiegel ist das Risiko höher, eine dieser Krankheiten zu bekommen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) warnt aber davor, Testosteronmangel einfach medikamentös zu behandeln.
Testosteron sorgt beim Mann für die Geschlechtsmerkmale, Bartwuchs sowie Muskelaufbau und wirkt sich auf Knochen-, Zucker- und Fettstoffwechsel aus. Warum wenig Testosteron Herz und Gefäße so negativ beeinflusst, können Wissenschaftler noch nicht erklären.
Vorsicht vor der Hormontherapie
Die DGE betont aber, dass ein niedriger Testosteronspiegel allein keine Hormontherapie rechtfertigt. Wenn überhaupt, muss eine Behandlung auf jeden Patienten genau abgestimmt werden. Dafür gibt es mehrere Gründe. Beispielsweise beeinflussen sich Testosteronmangel und Übergewicht gegenseitig. Doch eine Testosterontherapie hilft übergewichtigen Männern bei der Gewichtsabnahme nur in seltenen Fällen. Typ-2-Diabetiker reagieren auf eine derartige Behandlung dagegen ganz anders: Bei ihnen purzeln die Pfunde.
Zum anderen kann ein Testosteronmangel genetische Ursachen haben.
WANC 22.11.2011
Quelle: Genetic Determinants of Serum Testosterone Concentrations in Men; DOI: 10.1371/journal.pgen.1002313
