Herzschwäche: Bei Scharchen zum Arzt

Wer unter Herzschwäche leidet und nachts zudem noch laut schnarcht, ist in Gefahr. Denn das Schnarchen kann Folge von Atemaussetzern während der Nacht sein und die wiederum belasten das ohnehin schon geschwächte Herz zusätzlich.

Dass die Kombination aus Herzschwäche (medizinisch: Herzinsuffizienz) und Schnarchen nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte, zeigen auch Studiendaten. Denn wenn tatsächlich periodische Atemaussetzer die Ursache des nächtlichen Sägens sind, bedeutet das in Kombination mit einem schon kranken Herz ein erhöhtes Sterberisiko.

 

Schlafapnoe oder Cheyne-Stokes-Atmung

Zwei mögliche Erkrankungen können Ursache von Atemstillständen während des Schlafens sein. Das sogenannte Schlafapnoe-Syndrom und die Cheyne-Stokes-Atmung. Beim Schlafapnoe-Syndrom ist die Wandspannung der Atemwege zu niedrig, sie klappen nächtens einfach immer wieder zusammen. Viele der Betroffenen sind übergewichtig. Bei der Cheyne-Stokes-Atmung kommt es zu einem periodischen Anschwellen und dann wieder zum Aussetzen der Atmung.

Beide Störungen sind nicht unmittelbar lebensbedrohlich, weil die Atmung immer wieder rechtzeitig anspringt. Aber diese ständigen Sauerstoffschwankungen belasten den Körper enorm. Neben starker Müdigkeit ist vor allem das Herz betroffen, das ja immer wieder gegen diese nächtlichen Notfälle ankämpfen muss. Kein Wunder also, dass bei schon bestehender Herzschwäche die Gefahr des Herztodes steigt.

 

Nehmen Sie Ihr Schnarchen ernst!

Wenn Sie wissen, dass Sie stark schnarchen, und möglicherweise Ihr Partner auch noch Atemaussetzer bei Ihnen wahrnimmt, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen. Denn man kann etwas gegen die Atemaussetzer tun. Meist wird eine Atemmaske während der Nacht verordnet, über die die Einatmungsluft mit erhöhtem Druck zugeführt wird. Das ist zwar unbequem, aber es kann das Leben verlängern.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 13.10.08
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

 





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