Wodurch entsteht ein Malignes Melanom?

Schwarzer Hautkrebs - Sonnenbrand - Malignes Melanom - UV-StrahlungDas Maligne Melanom ist ein bösartiger Tumor in der Haut, der umgangssprachlich auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt wird. Genau genommen geht diese Art von Karzinom allerdings nicht von der Haut aus, sondern vom sogenannten melanozytärem System. Dieses ist eine nervenähnliche Zellstruktur, welche die vom UV-Licht abhängige Produktion des Hautpigments Melanin steuert.

Hellhäutige Menschen häufiger betroffen

Das ist auch der Grund, weshalb die häufigste Ursache für ein Malignes Melanom eine über Jahre summierte, hohe Bestrahlung mit Sonnen-/UV-Licht ist. Hinzu kommt aber eine genetische und typabhängige Veranlagung, wobei hellhäutige und rothaarige Menschen gefährdeter sind als beispielsweise Schwarzhaarige mit dunklerer Hautpigmentierung. Da sich Maligne Melanome häufig auch aus bestehenden Leberflecken bzw. Muttermalen bilden, sind Menschen, die eine Vielzahl solcher – an sich gutartiger – Hautpigmentstörungen haben, ebenfalls überdurchschnittlich häufig betroffen.

Melanome entwickeln sich nicht nur in der Haut

Kommt es im melanozytärem System nun zur Entartung einiger weniger Zellen, zeigt sich dieses nach einiger Zeit am häufigsten als Tumor in der Haut, in selteneren Fällen aber auch an Schleimhäuten oder am Auge, z.B. als sogenanntes Aderhautmelanom.

Übrigens kann sich der „schwarze Hautkrebs“ auch außerhalb vorab bestehender Muttermale bilden. Pigmentflecken, die sich erst im Erwachsenenalter neu bilden und möglicherweise noch schnell an Größe zunehmen, sollten im Zweifel ärztlich abgeklärt werden.

Autor: Dr. med. Monika Steiner

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