Was sind mögliche Ursachen der Stress-Inkontinenz?

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Der Begriff ist etwas irreführend. Mit (psychischem) Stress hat die Stress-Inkontinenz nichts zu tun.

Letztlich geht die Stress-Inkontinenz immer auf eine Bindegewebsschwäche im Blasenbereich zurück. Die Veranlagung zur Bindegewebsschwäche ist meist angeboren. Kommen dann weitere Faktoren (s.u.) hinzu, entsteht die Blasenschwäche. Im Falle der Stress-Inkontinenz führt das dazu, dass bei zu hohem Druck im Bauchraum (z.B. bei Anheben schwerer Gegenstände, Lachen, Niesen) der Blasenmuskel ungewollt nachgibt.

Die Ursachen für die Stress-Inkontinenz können sein:

  • Schwäche des Blasenschließmuskels
  • Östrogenmangel (in und nach den Wechseljahren). Zur Erklärung: Der niedrigere Östrogenspiegel kann dazu führen, dass die Spannkraft im Becken- und Blasenbereich nachlässt.
  • Schwächungen der Beckenbodenmuskulatur infolge von Operationen oder auch Geburten
  • Erkrankungen, die zu erhöhtem Druck im Bauchraum führen (z.B. chronische Bronchitis)
  • Übergewicht (erhöhter Druck im Bauchraum)
  • Verstopfung (auch durch erhöhten Druck im Bauchraum)


Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 



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