Was für eine Untersuchungsmethode ist die Urethrozystotonometrie?
Bei einem so unaussprechlichen Begriff können Sie schon mal davon ausgehen, dass die Untersuchung keine Routine-Maßnahme ist - sonst hätte sie längst einen besseren Namen. Urethrozystotonometrie heißt auf deutsch in etwa „Druckprofilmessung“.
Dabei wird über spezielle Sonden gleichzeitig der Druck in der Blase und in der Harnröhre gemessen. Dafür füllt man die Blase zuerst über einen Katheter mit Wasser (meist 300 ml). Dann wird der Druck in der Blase gemessen. Anschließend wird der Arzt Sie bitten, kräftig zu husten und sich zu bücken. Bei diesen Aktivitäten steigt der Druck im Bauchraum. Die Messung ist aussagekräftiger, wenn sie im Liegen und im Stehen durchgeführt wird.
Aus den Messdaten lässt sich erkennen, ob der Blasenverschluss korrekt funktioniert und ab welcher Druckbelastung Sie gegebenenfalls den Harn nicht mehr halten können. Aussagekräftig ist die Messung vor allem zur Diagnostik einer Belastungsinkontinenz und zum Nachweis von Blasenentleerungsstörungen, die von einer Verengung der Harnröhre herrühren.
