Welche Medikamente gibt es gegen die Stress-Inkontinenz?

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Die Blasenschwäche bei der Stress-Inkontinenz geht in den meisten Fällen auf eine Bindegewebsschwäche im Beckenbereich zurück. Diese kann auch mit dem Östrogenmangel in den Wechseljahren zusammenhängen. Deshalb werden häufig Östrogen-haltige Salben oder Zäpfchen verschrieben. Sie müssen in die Scheide eingeführt werden.

Darüber hinaus gibt es auch Medikamente, die direkt die Blasenmuskeln, und hier vor allem den Blasenschließmuskel stärken.

Speziell zur medikamentösen Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Belastungsinkontinenz ist derzeit nur ein Wirkstoff zugelassen: Duloxetin (Handelsname: Yentreve®). Der Einsatz dieses Arzneimittels ist zu erwägen, wenn die Standard-Therapien gegen Belastungsinkontinenz – also Beckenbodentraining, lörtliche Östrogengabe oder eine Pessartherapie – erfolglos blieben.

Doch selbst dann gilt: Es wird empfohlen, eine Duloxetin-Behandlung mit einem Beckenboden-Trainingsprogramm zu kombinieren. Denn beides zusammen ist nachweislich wirksamer als jede der einzelnen Behandlungsmethoden alleine.

 

 

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