Was versteht man unter einer Reflexinkontinenz?

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Eine Reflexinkontinenz ist eine Spezialform der Blasenschwäche, die dann entsteht, wenn diejenigen Nervenbahnen im Gehirn oder Rückenmark unterbrochen sind, die die Blasenentleerung steuern. Das kann zum Beispiel bei einem Querschnitt-Syndrom, aber auch bei fortgeschrittener Multipler Sklerose vorkommen.

Liegen die Nervenunterbrechungen im Gehirn, sind Demenzerkrankungen (z.B. Alzheimer), Morbus Parkinson oder die Folgen eines Schlaganfalls mögliche Ursachen.

Bei der Reflexinkontinenz zieht sich die Blase zusammen und entleert sich, ohne dass man das bemerkt, geschweige denn stoppen kann. Die Betroffenen spüren in der Regel nicht einmal einen Harndrang.

Insgesamt ist diese Inkontinenzform selten. Wenn sie auftritt, geht es wegen der ursächlichen Grunderkrankung vor allem darum, Komplikationen zu verhindern und die Nieren zu schützen, z.B. durch einen Blasenkatheter.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 





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