Ständiges Husten macht Beckenboden schwach
Wenn Frauen häufig husten, dann sollten sie nicht nur ihre Atemwege kontrollieren lassen. Frauenärzte warnen jetzt davor, dass chronischer Husten, wie er bei einer Bronchitis auftreten kann, die Muskulatur des Beckenbodens schwächen und damit in höherem Alter zu einer Harninkontinenz führen kann.
Beim Husten am besten den Beckenboden anspannen
Wenn die Beckbodenmuskulatur “intakt” ist, dann drückt sie die Harnröhre so fest zu, dass kein Urin aus dem Inneren der Blase austreten kann. Durch chronischen Husten wird nun häufig Druck auf den Beckenboden ausgeübt, was ihn auf Dauer erschlaffen lässt. Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), warnt davor, dass ein schwacher Beckenboden das Absenken von Gebärmutter, Scheide, Mastdarm, Blase und Harnröhre zur Folge haben könne. Und das könne eine Blasenschwäche noch verschlimmern.
Wer das verhindern wolle, der solle beim Husten den Beckenboden anspannen. Außerdem empfiehlt Albring ein spezielles Training der betreffenden Muskulatur, um sie zu stärken.
Ein Erschlaffen der Beckenbodenmuskulatur kann im übrigen auch andere Gründe haben: Übergewicht, Geburten, chronische Verstopfung sowie schwere körperliche Arbeit.
WANC 18.01.2011
Quelle: Berufsverband der Frauenärzte (BVF)
