Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Harninkontinenz. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Welche Nebenwirkungen können unter Oxybutynin auftreten?

Oxybutynin wird mitunter bei überaktiver Blase und Dranginkontinenz verschrieben. Wenn also übermäßiger Harndrang trotz nur mäßig gefüllter Blase besteht oder sogar versehentlich etwas durchrutscht. Es handelt sich bei dem Wirkstoff um einen Hemmer des körpereigenen Botenstoffs Acetylcholin.

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Auf welche Weise wirkt Oxybutynin gegen Blasenschwäche?

Medikamente mit dem Wirkstoff Oxybutynin werden vor allem bei der sogenannten Drang-Inkontinenz verschrieben. Also der Form der Blasenschwäche, bei der es aufgrund einer Übererregbarkeit der Nerven am Blasenausgang zu starkem Harndrang und zu ungewolltem Urinabgang kommt – auch bei nur geringer Blasenfüllung.

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Was bringen Vaginal-Tampons bei Blasenschwäche?

Ein sogenanntes Vaginal-Tampon hat im Gegensatz zu Slip-Einlagen oder speziellen Unterhosen vor allem die Aufgabe, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Denn die ist ja bei einer Inkontinenz oft geschwächt und muss trainiert werden. Neben gezielter Gymnastik können hier auch die Vaginal-Tampons einen zusätzlichen Beitrag leisten (allerdings nicht die Gymnastik ersetzen).

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Blasenschwäche: Wie funktionieren Pants oder Trainers?

Pants oder Trainers sind speziell angefertigte Unterhosen mit einer innen eingebauten Einlage, die versehentlich abgehenden Harn sicher auffängt. Im Gegensatz zu Windeln oder Einlagen haben sie den Vorteil, durch ihre Hosenform und textile Außenseite wie eine normale Unterhose auszusehen. Man hat also nicht so sehr das "Pampers-Gefühl", auch nicht beim An- und Ausziehen.

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Wie spüre ich meine Beckenbodenmuskeln?

Bei der Behandlung einer Blasenschwäche ist oft von einem Training der Beckenbodenmuskulatur die Rede. Zu Recht, denn damit lässt sich vor allem eine sogenannte Belastungsinkontinenz (Harnabgang bei Lachen, Husten oder Anheben von Gegenständen) sehr effektiv lindern.

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Blasenschwäche beim Mann: Ist immer die Prostata schuld?

Nein, aber meistens. Eine gutartig vergrößerte Prostata ist die mit Abstand häufigste Ursache der Blasenschwäche beim Mann. Da wir statistisch immer älter werden und eine anschwellende Prostata ein typisches Phänomen des gehobenen Alters ist, nimmt auch die Blasenschwäche beim Mann langsam aber sicher zu. Die Dunkelziffer ist dabei gewaltig, denn genau wie bei Frauen ist das Thema auch für viele betroffene Männer peinlich und damit tabu.

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Was ist eine Inkontinenz durch eine Fistel?

Nicht immer entsteht eine Inkontinenz durch eine Schwäche der Blasenschließmuskulatur. In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass sich ein Verbindungsgang zwischen den oberen ableitenden Harnwegen und anderen Organen in der Umgebung bildet. Solche Verbindungsgänge nennt man Fisteln.

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Auf welche Weise wirkt Trospiumchlorid gegen Blasenschwäche?

Trospiumchlorid gehört zu den spannungslösenden Medikamenten („Spasmolytika“). Und außerdem zur Gruppe der sogenannten Anticholinergika.

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Auf welche Weise wirken Kürbiskerne gegen Blasenschwäche?

Der Kürbis gilt schon seit langer Zeit als natürliches Heilmittel gegen die Blasenschwäche. Genau genommen geht es dabei nicht um den Kürbis als Ganzes, sondern um die Kürbiskerne.

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Was ist eine Pollakisurie?

Pollakisurie ist die Bezeichnung für eine bestimmte Form der Blasenstörung. Dabei hat man oft den Drang Wasserzulassen, ohne dass dann viel kommt.

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Warum ist zu viel Restharn gefährlich?

Ist die Harnmenge, die nach dem Wasserlassen in der Blase zurückbleibt (Restharn), zu groß, können sich Bakterien leichter vermehren. Das Risiko für Blasenentzündungen ist also erhöht.

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Wie wird der Restharn untersucht?

Der Restharn ist die Harnmenge, die nach dem Wasserlassen in der Blase verbleibt. Um sie zu bestimmen, benötigt der Urologe nicht mehr als ein Ultraschallgerät und die Fähigkeit, die resultierenden Bilder lesen zu können.

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Was ist Restharn?

Restharn ist die Harnmenge, die nach dem Wasserlassen in der Blase verbleibt. Diese Menge beträgt bei Erwachsenen normalerweise unter 100 ml.

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Ständiges Husten macht Beckenboden schwach

Wenn Frauen häufig husten, dann sollten sie nicht nur ihre Atemwege kontrollieren lassen. Frauenärzte warnen jetzt davor, dass chronischer Husten, wie er bei einer Bronchitis auftreten kann, die Muskulatur des Beckenbodens schwächen und damit in höherem Alter zu einer Harninkontinenz führen kann.

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Was sind typische Symptome der Überlaufinkontinenz?

Eine Überlaufinkontinenz entsteht dadurch, dass die Harnröhre verengt ist. Der Harn staut sich zurück und die Blase kann irgendwann dem vermehrten Volumen und Druck nicht mehr standhalten. Sie "läuft über".

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Was ist die häufigste Ursache einer Überlaufinkontinenz bei Männern?

Eine vergrößerte Prostata. Die ist ja bei Männern in höherem Alter oftmals vergrößert, meistens gutartig (die sogenannte benigne Prostatahyperplasie).

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Was versteht man unter einer Reflexinkontinenz?

Eine Reflexinkontinenz ist eine Spezialform der Blasenschwäche, die dann entsteht, wenn diejenigen Nervenbahnen im Gehirn oder Rückenmark unterbrochen sind, die die Blasenentleerung steuern. Das kann zum Beispiel bei einem Querschnitt-Syndrom, aber auch bei fortgeschrittener Multipler Sklerose vorkommen.

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Wird die Blase beim Wasserlassen normalerweise vollständig geleert?

Nein. Ein wenig Restharn bleibt immer zurück. Normalerweise befinden sich auch bei (vermeintlich) kompletter Blasenentleerung noch etwa 30 ml Restharn in der Blase.

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Wer oder was ist der Detrusor?

Der Detrusor ist ein Muskel. Genauer gesagt der Muskel, der die Harnblase zusammendrückt und damit das Wasserlassen einleitet. Der Musculus detrusor vesicae, wie er mit vollem Namen heißt, sitzt in der Blasenwand und umschließt die Blase vollständig.

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Wie viel Flüssigkeit passt eigentlich maximal in die Harnblase?

In der Regel beträgt das Fassungsvermögen der Harnblase etwas weniger als einen halben Liter (350-400 ml). Es gibt allerdings eine enorme Spannweite, auch ein Füllungszustand von 1 Liter wurde bereits gemessen.

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Stimmt es, dass die Ultraschalluntersuchung der Blase bei der Frau von innen (über die Scheide) erfolgen kann?

Ja. Und das ist weniger unangenehm als es vielleicht klingt. Wenn die kleine Ultraschallsonde über die Scheide eingeführt wird, lassen sich die Harnblase und die Harnröhre und auch ihre Lage zueinander relativ gut darstellen.

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Warum ist bei Blasenschwäche oft auch eine frauenärztliche Untersuchung hilfreich?

Die Ursachen einer Blasenschwäche können unterschiedlichster Natur sein. Eine Untersuchung beim Frauenarzt kann sinnvoll sein, um zu überprüfen, ob möglicherweise eine Senkung der Gebärmutter oder Scheide vorliegt, die auf die Blase drückt.

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Welches sind die häufigsten Ursachen einer motorischen Dranginkontinenz?

Die mororische Dranginkontinenz geht auf unwillkürliche Bewegungen des Blasenentleerungsmuskels zurück. Der Muskel zieht sich, ohne dass man dies willentlich beeinflussen kann, plötzlich zusammen und es entsteht heftiger Harndrang. Man muss also sofort auf Toilette, oder es rutscht durch.

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Stimmt es, dass häufige Blasenentzündungen zu einer Blasenschwäche (Inkontinenz) führen können?

Ja. Wenn es sehr häufig zu Blasenentzündungen kommt, können (die Betonung liegt auf können, nicht müssen) die sensiblen Nervenfasern im Gebiet der Harnblase so sehr gereizt werden, dass sie irgendwann beginnen, übersensibel und "unvernünftig" zu reagieren.

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Inkontinenz: Wie umgehen mit der Scham?

Sie leiden unter Blasenschwäche und gehen aus Scham darüber nicht zum Arzt? Das geht ganz vielen so. Leider ist das aber völlig verkehrt, denn für einen Arzt gibt es kaum etwas normaleres und häufigeres. Und Sie selbst werden durch den Gang zum Arzt das Problem in der Regel rasch los.

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Wozu dient eine Uroflowmetrie?

Das Messen des Harnflusses (Uroflowmetrie) kann unter anderem sinnvoll sein bei Symptomen einer Reizblase, wenn die Harnentleerung gestört ist.

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Was für eine Untersuchungsmethode ist die Urethrozystotonometrie?

Bei einem so unaussprechlichen Begriff können Sie schon mal davon ausgehen, dass die Untersuchung keine Routine-Maßnahme ist – sonst hätte sie längst einen besseren Namen. Urethrozystotonometrie heißt auf deutsch in etwa „Druckprofilmessung“.

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Was versteht man unter „vaginalen Operationsmethoden“ gegen Belastungsinkontinenz?

Zu den „vaginalen Operationsverfahren“ zählen Methoden, bei denen der Eingriff nicht über einen Zugang durch die Bauchdecke, sondern über die Vagina erfolgt.

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Belastungsinkontinenz: Was bedeutet "suprapubische Operation"?

„Suprapubisch“ bedeutet „oberhalb des Schambeins gelegen“. Zu den suprabubischen Operationsmethoden zählen (Vorsicht, ab hier wird's fachchinesisch):

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Was ist eine periurethrale Injektion?

Bei einer periurethralen Injektion (auch: intraurethrale Injektion) wird eine Substanz ins Gewebe zwischen der Schleimhaut und der Muskelschicht im Bereich des Blasenhalses gespritzt.

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Wann kommt die operative Einlage eines Vaginalbandes (TVT) nicht infrage?

Grundsätzlich werden operative Eingriffe gegen Blasenschwäche nur erwogen, wenn alle andere Maßnahmen (Beckenbodengymnastik, Tabletten etc.) erfolglos waren.

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Wann sollte eine TVT-Operation erwogen werden?

Sämtliche Operationsformen bei Blasenschwäche kommen nur dann in Betracht, wenn alle nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten (u.a. Beckenbodentraining, Pessare, Tabletten) keine befriedigende Besserung brachten.

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Führt eine TVT-Operation immer zum Erfolg?

Die Erfolgsrate der Einlage von spannungsfreien Vaginalbändern (TVT) liegt zwischen 80 und 96% - wenn man als Erfolg die Kontrolle über den Harnabgang betrachtet.

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Welche operativen Behandlungsmethoden gibt es?

Die heutzutage am häufigsten durchgeführten operativen Verfahren bei Blasenschwäche sind folgende:

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Was bewirken Pessare gegen Inkontinenz und wann sind sie sinnvoll?

Pessare sind Ringe, Schalen oder Würfel aus weichem Silikon, die in verschiedenen Größen und Formen zur Verfügung stehen. Meist kommen Pessare zum Einsatz, wenn eine Absenkung der Organe im Becken die Beschwerden auslöst.

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Wie lange muss man mit Vaginalkonen üben, bis sich Erfolg zeigt?

Die meisten Frauen spüren bereits nach zwei bis drei Wochen eine Besserung ihrer Beschwerden, wenn sie Vaginalkonen konsequent anwenden. Der volle Muskeltonus wird durch das Training etwa innerhalb von sechs bis zwölf Wochen erreicht.

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Wie funktioniert ein Beckenbodentraining mit Vaginalkonen?

Die Anwendung ist ganz einfach: Der Vaginalkonus wird wie ein Tampon tief in die Scheide eingeführt. Ist der Fremdkörper nicht spürbar, sitzt er korrekt. Damit der Konus beim Einführen besser gleitet, kann man ihn mit Wasser befeuchten.

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Was sind Vaginalkonen?

Vaginalkonen sind kleine, konisch geformte Gewichte, die Frauen in der Scheide tragen, um ihren Beckenboden zu stärken. Das Training besteht darin, die Gewichte entgegen der Schwerkraft in der Vagina festzuhalten.

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Was bedeutet Beckenbodentraining mit Rüttelplatte?

Das Training auf der Rüttelplatte ist eine spezielle Form der Beckenbodengymnastik. Die Methode wird vor allem bei Menschen eingesetzt, die Ihre Beckenbodenmuskulatur nicht willentlich anspannen können.

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Elektrostimulationstherapie: Wie lange am Tag, wie lange insgesamt?

Eine Elektrostimulation sollte täglich etwa 20 Minuten lang durchgeführt werden. Erste Erfolge können sich bereits nach vier Wochen zeigen.

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