Was versteht man unter "Verödung" von Hämorrhoiden?
Mit der Bezeichnung "Verödung" ist - medizinisch gesprochen - die sogenannte Sklerosierung von Hämorrhoiden gemeint. Es handelt sich um einen ambulanten Eingriff, bei dem eine spezielle Flüssigkeit in die Hämorrhoidalknoten gespritzt wird, die das Zielgewebe erst entzündet, dann vernarbt und damit schließlich zum Schrumpfen bringt. Der Ausdruck "Verödung" ist also durchaus passend. Etwas "fachmännischer" gesprochen: Die eingespritzen Wirkstoffe (z.B. Phenolmandelöl oder Chininlösungen) verursachen im Hämorrhoiden-Gebiet eine Entzündungsreaktion. Die Folge: Der Blutfluss erlahmt, die knotigen Gefäße sterben ab und vernarben. Daher der Ausdruck "Sklerosierung", der im Prinzip eine bindegewebige Umwandlung beschreibt.
Auch wenn es nicht so klingt: Das Verfahren ist meistens schmerzlos. Allerdings sind in der Regel mehrere Verödungs-Sitzungen im Abstand von einigen Wochen notwendig, so dass man eine Weile damit zu tun hat.
Leider hält der gute therapeutische Effekt meist nicht ewig an: Es gibt eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Hämorrhoiden irgendwann zurückkehren.
